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ADAC Initiative gegen Tacho-Betrug

Den Fahrzeug-Herstellern entsteht durch Tacho-Betrug kein direkter Schaden, daher zeigen sie wenig Neigung, genug dagegen zu tun. Auch Versicherer und Leasinggeber erkennen für sich keinen messbaren Schaden. Opfer von Tacho-Betrug sind fast ausschließlich die Gebrauchtwagen-Käufer. Daher hat der ADAC eine „Initiative gegen Tacho-Betrug“ gegründet. Diese hat zum Ziel, dass künftige Autos zeitgemäß gegen Tacho-Betrug geschützt sind. Zur „ADAC Initiative gegen Tacho-Betrug" gehören unter anderem:

  • mehrmals jährlich tagender ADAC Arbeitskreis mit Fachvorträgen von Experten aus dem Bereich der Elektronik-Sicherheit 
  • Sensibilisierung deutscher Ministerien durch das ADAC Büro Berlin 
  • Initiative in Brüssel mit dem Ziel, Manipulationsschutz in die EU-Typgenehmigung aufzunehmen 
  • Sensibilisierung von Verbrauchern und allen, die mit dem Verkauf von Gebrauchtwagen zu tun haben (u. a. Zentralverband des deutschen Kfz-Gewerbes, Versicherungen, Leasing-Unternehmen, Bundesverband freier Kfz-Händler/BVfK)
Der ADAC fordert
  • zeitgemäßer technischer Schutz der Gesamtwegstrecke
    Der Aufwand für eine Manipulation muss so hoch sein, dass sie sich in Relation zur Preissteigerung des Gebrauchtwagens nicht mehr lohnt. Dies soll durch die EU-Typgenehmigung für jedes neue Fahrzeugmodell vorgeschrieben werden. Beispielsweise bereits vorhandene IT-Sicherheitstechnik wie etwa Hardware Secure Modules (HSM). 
  • neutraler Nachweis für die Wirksamkeit dieses Schutzes 
    In anderen sicherheitskritischen Elektronik-Branchen wird dies z. B. durch Zertifizierung erfolgreich realisiert – etwa mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Dass ein hinreichender elektronischer Schutz möglich ist, zeigt die Zahl der Fahrzeug-Diebstähle: Durch zeitgemäße Elektronik (Wegfahrsperre) ist sie über viele Jahre auf heute knapp 20.000 pro Jahr in Deutschland gesunken. Demgegenüber stehen hundert Mal so viele Fälle von Tacho-Betrug. 
  • keine Sicherheitslücken beim Austausch defekter Tachos
    In Ersatz-Tachos darf die tatsächliche Laufleistung des Autos nicht mehr einstellbar sein. Sie sollen bei Null zu zählen beginnen. Der Tacho-Tausch muss samt Laufleistung des Autos zum Zeitpunkt des Wechsels in den Fahrzeugpapieren vermerkt werden. Der Einbau eines neuen Tachos ist heute nur noch äußerst selten nötig, da Tacho-Defekte extrem selten sind und es für viele Schadensbilder zeitwertgerechte Reparatur-Angebote gibt, mit denen der Verbraucher gegenüber einem neuen Tacho Geld sparen kann. 
  • keine versteckten „Hintertüren“ in der Software der Steuergeräte
    Diese so genannten „Backdoors“ dienen manchen Zulieferern u. a. dazu, irrtümlich ausgetauschte Tachos, die gar nicht defekt sind, wieder aufzubereiten und als Neuteile zu verkaufen. 
  • dauerhafter Schutz der Gebrauchtwagen-Käufer vor Betrügern
    Diese sollen wieder sicher sein können, dass der Kaufpreis auch tatsächlich dem Wert des Wagens entspricht.

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