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Renault Zoe (ab 2013)

Französischer Stadtflitzer

Der Renault ZOE kam 2013 in Deutschland auf den Markt und war eines der ersten voll auf den elektrischen Antrieb hin entwickelten Großserienautos. Das meistverkaufte Elektroauto Europas ist als Auto für die Stadt oder als Pendlerauto für kürzere Strecken durchaus eine Alternative zu einem Auto mit Verbrennungsmotor. Für weitere Strecken ist das E-Fahrzeug jedoch nicht gut geeignet. Die Reichweite liegt im Alltag mit der 22 kWh großen Batterie bei ungefähr 120 bis 145 km, abhängig von Faktoren wie Fahrstil, Klimaeinstellungen und Ähnlichen. Mit dem neueren von Renault selbst entwickelten und gefertigten Elektromotor (ab 2015, Modell R240) liegt die Reichweite höher, als beim zuvor verwendeten Motor (Modell Q210). Mit der größeren 41 kWh-Batterie kann man im Alltag bis zu 250 km weit kommen. Beim Fahren überzeugt der Renault mit einem guten Raumangebot vorne und einem komfortablen und sicheren Fahrverhalten. Auch der Kofferraum bietet für die Fahrzeugklasse erstaunlich viel Platz. Auf der Rücksitzbank ist das Raumangebot allerdings recht beschränkt. Etwas getrübt wird der Fahrspaß durch die langen Ladezeiten an normalen Haushaltssteckdosen (bis zu 25 Stunden). Viel schneller geht es mit einer Wallbox und 22 kW maximalem Ladestrom. Bei einer Schnellladung an einer öffentlichen Ladestation mit 43 kW (nicht in allen Fahrzeugen möglich) sind die Ladezeiten erfreulich kurz und man kann die Batterie in etwa30 Minuten (bei 22 kWh-Batterie) zu 80 % aufladen. Dafür entschädigt der kleine Franzose mit strammer Beschleunigung und bereitet dadurch vor allem im Stadtverkehr durchaus Fahrspaß. Wegen der relativ geringen Stückzahlen taucht der ZOE weder in der ADAC-Pannenstatistik, noch in der TÜV-Mängelstatistik auf.

Empfehlung: Für Fahrer, die ausschließlich in der Stadt oder im kürzeren Pendelverkehr unterwegs sind, ist der ZOE durchaus auch als Erstwagen tauglich, ansonsten eher als Zweitwagen. Wer lieber auf monatliche Kosten setzt und einen niedrigeren Kaufpreis bevorzugt, der kann statt einem kompletten Auto auch ein Auto ohne Batterie kaufen und diese dann gegen eine monatliche Gebühr von Renault mieten (der Batteriekauf wurde erst ab Ende 2016 angeboten). Preislich liegen beide Varianten auf relativ ähnlichen Niveau. Tendenziell schneidet die Batteriemiete bei kürzerer Nutzungsdauer etwas günstiger ab. Außerdem ergibt sich dadurch der Vorteil, dass die Batterie bei Unterschreitung eines Grenzwertes für die Kapazität kostenfrei von Renault getauscht wird, ohne dass man sich groß um den Ersatz bemühen muss.

Karosserievarianten: keine

Stärken

  • sicheres Fahrverhalten, geringe Motorgeräusche, gutes Raumangebot vorne, erstaunlich großer Kofferraum, schnelles Laden an Typ2-Wallbox mit 22 kW

Schwächen

  • eingeschränkte Reichweite (v.a. mit 22 kWh-Batterie), lange Ladezeiten an Haushaltssteckdosen, schwache Bremsanlage, hohe Fixkosten bei Batteriemiete

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