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BMW i3 (ab 2013)

Stadtflitzer

Der BMW i3 kam im Sommer 2014 auf den Markt und war eines der ersten voll alltagstauglichen Elektroautos. Mit meist ausreichenden 130 bis 160 km (im NEFZ bis 210 km) ist die Reichweite für fast alle Fahrten des täglichen Lebens hoch genug. Seit 2016 gibt es einen größeren Akku (94 Ah) mit dem eine Alltagsreichweite bis über 200 km möglich ist (im NEZF 300 km). Der Aufbau des Fahrzeugs besteht aus einem Aluminiumrahmen und einer darauf befestigten Fahrgastzelle aus carbonfaserverstärktem Kunststoff. Auch das Karosseriekleid besteht hauptsächlich aus Kunststoff. Im Innenraum wurden Verkleidungen aus Pflanzenfasern gefertigt und Kunststoffe aus recycelten Materialien sowie nachwachsenden Rohstoffen verwendet. Das alles trägt zum geringen Leergewicht des Fahrzeugs bei, die Optik ist allerdings Geschmackssache. Vorn bietet der i3 ordentlich viel Platz, hinten könnte die Beinfreiheit etwas großzügiger ausfallen. Auch der Zustieg nach hinten könnte etwas bequemer sein. Zwar gibt es hinten Türen, allerdings ist deren Ausschnitt recht niedrig. Die Fahrleistungen des Kleinen überzeugen und die Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h ist vollkommen ausreichend. In Verbindung mit dem agilen Fahrwerk kommt so in der Stadt und auf der Landstraße viel Fahrspaß auf. Zudem sitz man auf zwar dünn gepolsterten, jedoch erstaunlich bequemen Sitzen und kann das angenehme Raumgefühl genießen, das nicht zuletzt durch den fehlenden Mitteltunnel erreicht wird. Etwas getrübt wird der Fahrspaß durch die langen Ladezeiten an normalen Steckdosen. Lediglich bei einer Schnellladung mit 50 kW (Sonderausstattung) sind die Ladezeiten erfreulich kurz. Dazu muss aber zuerst eine freie Schnelladestation gefunden werden. Der ADAC eigene Dauertestwagen konnte bisher bei über 65.000 gefahrenen Kilometern qualitativ voll überzeugen. Bisher waren nur einzelne Reparaturen notwendig. Wegen der geringen Stückzahlen taucht der i3 weder in der ADAC-Pannenstatistik, noch in der TÜV-Mängelstatistik auf.

Empfehlung: Für alle Fahrer die wirklich ausschließlich in der Stadt unterwegs sind, sind Fahrzeuge ohne Range-Extender (REX) ausreichend. Für alle, die auch mal eine weitere Strecke zurücklegen, ist der REX eine echte Empfehlung. Denn damit kann theoretisch wie bei einem seriellen Hybrid eine unbegrenzt lange Strecke gefahren werden (zwischenzeitliches Tanken vorausgesetzt). Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit der großen Batterie (94 Ah) immer eine Empfehlung.

Stärken

  • gute Verarbeitung~ agiles Fahrverhalten~ zuverlässige Technik~ sehr kräftiger Antrieb~ leiser Innenraum~ gutes Platzangebot vorne~ niedrige Betriebskosten~ einfache Bedienung

Schwächen

  • Schwache Klimaanlage~ unpraktisches Türsystem~ geringe Zuladung~ kleiner Kofferraum~ enger Fond

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