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Betrugsmaschen

- Augen auf beim Autokauf und- verkauf -

 

Nicht nur beim Kauf eines Gebrauchtwagens, sondern auch beim Verkauf Ihres Fahrzeugs sollten Sie bei allzu verlockenden Angeboten vorsichtig sein. Ein Inserat in der Zeitung oder im Internet kann eine überraschende Welle von Anrufen, SMS oder E-Mails auslösen. Hier finden Sie Informationen über die häufigsten Betrugsmaschen, die häufig hohe und unerwartete Kosten auslösen können.


  • Nachträgliches Drücken des Preises

    Ein Autohändler kontaktiert private Autoverkäufer in ganz Deutschland und bietet über einen Außendienstmitarbeiter einen sehr guten Kaufpreis für den Gebrauchtwagen. Es wird vereinbart, dass der Verkäufer das Fahrzeug zum Käufer bringen muss. Dort nach langer Anfahrt angekommen, zahlt der Händler aber nicht den vereinbarten Kaufpreis, sondern besteht zunächst auf einer Fahrzeugprüfung. Aufgrund diverser Mängel könne nur ein reduzierter Kaufpreis gezahlt werden! Auf diesen reduzierten Kaufpreis lassen sich viele genervte und verärgerte Verkäufer ein, weil sie nach langer Anfahrt und Wartezeit nur noch schnellstens das Fahrzeug los sein wollen, egal ob der Käufer rechtlich gesehen Anspruch auf den vollen Kaufpreis hat oder nicht.

    Der ADAC rät im allgemeinen zur Vorsicht bei allzu lockenden Ankaufangeboten!


  • Scheckbetrug
    Bietet man seinen Gebrauchtwagen in der Zeitung oder im Internet per Inserat an, kontaktieren häufig Kaufinteressenten aus dem Ausland den Verkäufer per E-Mail und akzeptieren regelmäßig sofort den Kaufpreis.  
    Unter einem Vorwand wird ein weitaus höherer Scheck an den Verkäufer geschickt, als das Auto kosten soll. Der Differenzbetrag soll dann jedoch vom Verkäufer entweder über Western Union an ein Verschiffungsunternehmen überwiesen oder direkt an den Abholer des Autos bar übergeben werden. Nach ein paar Wochen platzt der - zunächst gutgeschriebene - Scheck und der Verkäufer bleibt auf dem überwiesenen oder ausgezahlten Betrag sitzen.

    Der ADAC warnt daher dringend vor diesen Lockangeboten und empfiehlt Autokäufern, keine Anzahlungen zu leisten und sich nicht von günstigen Angeboten blenden zu lassen! 


  • Schätzung des Kaufpreises durch einen Sachverständigen

    Andere Händler versprechen hohe Kaufpreise. Im Kaufvertrag wird dann aber kein fester Preis festgehalten, sondern die Klausel aufgenommen, die besagt, dass der Preis erst durch Sachverständigenschätzung zu ermitteln ist. Bei genauem Lesen der Klausel wird deutlich, dass der Preis erst durch Schätzung des Händlereinkaufpreises abzüglich Mehrwertsteuerund abzüglich eines weiteren Prozentsatzes zu bestimmen ist. Dieser sog. Händlereinkaufpreis ist nicht mit dem Händlerverkaufpreis zu verwechseln und liegt regelmäßig weit unter den Erwartungen des Verkäufers. Wenn dann noch die Mehrwertsteuer und ein weiterer Betrag abgezogen werden, bleibt nichts mehr von dem erhofften Kaufpreis des Verkäufers übrig.  


  • Standgebühren
    Bei einer anderen Masche gibt der Händler vor, er hätte bereits einen Käufer für Ihr Fahrzeug an der Hand. Der Verkäufer müsse lediglich eine Gebühr als Probefahrtpauschale, für Fahrzeugreinigung, Bearbeitung etc. tragen und ein Mindestpreis für das Fahrzeug wird festgehalten. Außerdem werden Standkosten vereinbart, die eigentlich gar nicht anfallen, weil ein Käufer schon gefunden wurde. Der angebliche Käufer springt aber kurzerhand ab und ein anderer ist nicht zu finden. Der Verkäufer, der dann irgendwann den Vertrag aufkündigt, hat am Ende nicht nur die Standkosten zusätzlich zu der bereits geleisteten Gebühr zu tragen, sondern es kommt noch schlimmer: Er hat neben den hohen Standgebühren weiter unterschrieben, dass bei Beendigung des Vertrages eine Gebühr in vierstelliger Höhe fällig wird, die dann zusammen mit den Standgebühren verlangt wird.
  • Eintrag auf Exportliste
    In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass Gebrauchtwagenverkäufern angeboten wird Ihr Fahrzeug in sog. Exportlisten aufzunehmen. Bei diesen Angeboten wird nicht der Kauf des Fahrzeugs vereinbart, sondern lediglich die kostenpflichtigeAufnahme in eine Internetdatei. Es handelt sich hier um eine Tätigkeit, die auf anderen Internetseiten kostenlos angeboten wird. Ob tatsächlich ein Käufer für das Fahrzeug gefunden wird, ist fraglich und wird auch nicht geschuldet.
  • Teure Rückrufnummern
    Vorsicht ist auch geboten, wenn - in der Regel per sms - um Rückruf gebeten wird. Bei den Rückrufnummern handelt es sich vielfach um sehr teure Telefonnummern! Der zurückrufende Verkäufer kommt in eine lange Warteschleife und zahlt ein hohes Verbindungsentgelt. Ein Käufer wird ihm aber in der Regel nicht genannt
  • Initiative Sicherer Autokauf im Internet
    Verlockende Angebote im Internet gibt es viele, doch nicht immer halten sie das, was sie versprechen. Die Unsicherheit bezüglich der Seriösität vieler Angebote ist groß. Informieren Sie sich hier, bevor Sie einen Kauf oder Verkauf tätigen - denn Aufklärung ist der beste Schutz gegen die Betrugsversuche der "schwarzen Schafe".

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Kontakt

Noch Fragen zu diesem Thema?

Die Clubjuristen beantworten Fragen von ADAC Mitgliedern per E-Mail oder telefonisch unter 0 89 76 76 24 23.


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