DruckenPDF

Bambi kommt meist ohne Vorwarnung

Wildunfall
Im Herbst passieren die meisten Wildunfälle. Besonders hoch ist die Gefahr während der Dämmerung. Vor allem an Wald- und Feldrändern gilt: Gut aufpassen und das Tempo reduzieren!

Im Oktober und November erhöht sich das Risiko, mit einem Wildtier zu kollidieren. Dies liegt in erster Linie daran, dass jetzt als letzte Getreideart der Mais abgeerntet wird und viele Tiere sich nicht mehr sicher auf dem Feld verstecken können. Die Gefahr nimmt im Herbst auch deshalb zu, weil Wild meist in der Dämmerung auf Nahrungssuche geht, also genau dann, wenn in der dunklen Jahreszeit der Berufsverkehr auf den Straßen ist. Grundsätzlich können Wildunfälle aber zu jeder Tages- und Nachtzeit passieren.

Wir raten allen Verkehrsteilnehmern, vor allem an Waldrändern und unübersichtlichen Feldern aufmerksam und vorsichtig zu sein. Es empfiehlt sich, das Tempo zu reduzieren, bremsbereit zu sein und den Straßenrand im Blick zu behalten. Wenn plötzlich ein Tier auf der Straße oder am Straßenrand auftaucht, heißt es abbremsen, abblenden und dann langsam vorbeifahren. Nicht selten folgen auf ein Tier noch weitere Artgenossen, deswegen ist auch weiterhin erhöhte Vorsicht geboten.

Vollbremsung statt Ausweichmanöver

Wenn Sie den Zusammenstoß nicht mehr verhindern können, sollten Sie das Lenkrad festhalten und eine Vollbremsung machen. Je schneller das Fahrzeug beim Unfall ist, desto größer die Wucht beim Aufprall des Tieres und damit auch das Verletzungsrisiko der Insassen. Ausweichmanöver sollten Sie auf jeden Fall vermeiden – sie enden nicht selten an einem Baum oder im Gegenverkehr.
  
Wildunfall
(Klicken Sie auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht)

Im Jahr 2014 verunglückten auf deutschen Straßen 2842 Menschen bei Wildunfällen. Insgesamt gab es dabei 18 Tote, 574 Menschen wurden schwer verletzt. Unter die Räder kamen bei den Unfällen auch gut 200.000 Rehe, Hirsche und Wildschweine. Die jährlichen Leistungen der Teil- und Vollkaskoversicherer belaufen sich auf gut eine halbe Milliarde Euro.

Laub, Wildunfälle, Stürme und früh einsetzende Dunkelheit: Hier beantworten die ADAC Juristen rechtliche Fragen zu typischen Herbstgefahren.


Mehr zum Thema


– Reise & Freizeit –

Ihre Route in ADAC Maps

Ermitteln Sie Tankstellen und Raststätten entlang Ihrer Route oder zu Ihrem Reiseziel mit vielen nützlichen Informationen. Mehr




Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität