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Waldbrände in Südeuropa - unsere Tipps

11.08.2016

Waldbrände wüten derzeit in einigen Regionen Südeuropas.

In waldbrandgefährdeten Regionen sollten Urlauber unbedingt die Anweisungen und Empfehlungen der Behörden befolgen.

Auch in diesem Sommer machen Wald- und Buschbrände in Südeuropa Einheimischen und Urlaubern das Leben schwer. Die Feuerwehr ist unter anderem in Portugal, Frankreich, Spanien und Griechenland im Einsatz.

Die aktuelle Lage im Detail

Besonders kritisch ist die Lage auf der Atlantikinsel Madeira sowie in Teilen Mittel- und Nordportugals. Auf Madeira tobt ein Waldbrand in den Bergen oberhalb der Inselhauptstadt Funchal. Ausläufer des Feuers haben bereits die Randbezirke der Stadt erreicht und bedohen auch Funchal selbst. Mehr als 40 Häuser wurden zerstört, darunter auch ein 5-Sterne-Hotel. Drei Personen kamen bislang ums Leben, rund 1000 Bewohner und Touristen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. 


Auf dem portugiesischen Festland bedrohen mehrere Dutzend Feuer einige Naturparks im gebirgigen Hinterland. Die Küstenregionen sind bislang nicht beeinträchtigt. Nähere Informationen zu den betroffenen Regionen findet man auf den Websites der Behörden oder telefonisch bei der Hotline (in portugiesischer Sprache): +351/92/6768743.

In großer Sorge sind auch die Behörden in Südfrankreich. In der Gegend um Marseille hat ein Flammenmeer schwere Schäden angerichtet. Tausende Bewohner der Kleinstadt Vitrolles mussten ihre Häuser verlassen. Die A55 bei Les Pennes-Mirabeau und einige andere Straßen der Region sind gesperrt. Marseille selbst ist infolge eines Wetterumschwungs aktuell nicht mehr bedroht. Verkehrsmeldungen aus Frankreich (nur in französischer Sprache) findet man auf der Website "Bison Fute".

Die Flammen auf der Kanareninsel La Palma, die den Nationalpark Caldera de Taburiente gefährdet haben, sind mittlerweile unter Kontrolle. 700 Menschen waren vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, Zufahrtsstraßen und Wanderwege sind aber weiter abgeriegelt.

Tipps für Urlauber

Reisende, die in waldbrandgefährdeten Regionen unterwegs sind, sollten unbedingt die Anweisungen und Empfehlungen der Behörden befolgen. Sie müssen immer wieder damit rechnen, dass Straßen kurzfristig gesperrt und Campingplätze sowie andere Unterkünfte geschlossen sind. Touristen, die befürchten, dass ihr Campingplatz oder ihr Hotel bedroht oder evakuiert sind, sollten vor Beginn der Reise mit der Unterkunft oder dem Reiseveranstalter Kontakt aufnehmen und sich über die Situation vor Ort erkundigen.

Ob ein Urlaub wegen Waldbränden kostenlos storniert werden kann, hängt in der Regel davon ab, wie stark das jeweilige Gebiet von den Verwüstungen betroffen und damit nicht erreichbar bzw. der Erholungswert für den Reisenden stark beeinträchtigt ist. Eine Rolle spielt auch, ob während des Aufenthalts eine konkrete Gefahr für den Reisenden besteht.

Durch Waldbrände ausgebrannte Wohnwagen, Wohnmobile oder Autos sind über die Teilkasko versichert. Zelte und Hausrat sind außerhalb Deutschlands über die Hausratversicherung normalerweise nicht versichert, dies muss individuell mit der Versicherung abgeklärt werden. Wer eine Camping-Versicherung abgeschlossen hat, bekommt sein Hab und Gut in der Regel ersetzt. Verschrottung und der Heimtransport beschädigter Fahrzeuge sind über die ADACPlusMitgliedschaft abgedeckt.

ADAC Mitglieder, die in ihrem Urlaub in Not geraten und Hilfe benötigen, können sich an den ADAC Auslandsnotruf (Tel.: +49/89/222222) wenden.


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