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Vorsicht, Marder: So schützen Sie Ihr Auto

14.10.2016

Marder

Marder sehen niedlich aus, können am Auto aber großen Schaden anrichten.

Wenn die Nächte im Herbst länger und kälter werden, suchen sich Marder gerne ein warmes Plätzchen - bevorzugt im Motorraum. Wie Sie sich jetzt vor Marderschäden am Auto schützen können.

Marder sind das ganze Jahr über aktiv. Ihre aktivsten Zeiten liegen im Frühjahr und im Herbst. Zur Paarungszeit im Frühjahr finden Rivalenkämpfe statt, im Herbst suchen sich Marder Schlaf- und Ruheplätze. Warme Motorräume sind beliebte Zufluchtsorte. Und da Marder nachtaktive Tiere sind, können sie in der dunklen Jahreszeit länger jagen und somit auch Autos beschädigen.

Marder lieben Schläuche, Zündkabel und Stromleitungen

Im Jahr 2014 verursachten Marder 216.000 Schäden an kaskoversicherten Autos und Kosten in Höhe von 64 Millionen Euro, so die Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin.

"Die ADAC Straßenwacht wurde 2014 zu 13.951 von Mardern verursachten Pannen gerufen. 2015 waren es insgesamt 12.590. Gemessen an den etwa 2,4 Millionen Pannen, zu denen die Straßenwacht jedes Jahr ausrückt, entspricht das einem Anteil von 0,5 bis 0,6 Prozent", sagt ADAC Ingenieur Helmut Klein. Besonders häufig von Mardern beschädigt würden alle gummielastischen Bauteile wie Schläuche, Zündkabel, Stromleitungen und Isolationsmaterial. 

Hilfreiche Tipps zur Marderabwehr

Doch Sie können den Nagern auch den Spaß an Ihrem Auto verderben. "Bewährt haben sich Elektroschockgeräte, die nach dem Prinzip eines Weidezauns leichte elektrische Schläge an den Eindringling verteilen", sagt Arnulf Thiemel von der ADAC Fahrzeugtechnik. Der Einbau dieser Geräte mit mehreren Hundert Volt Spannung, aber ungefährlichen Strömen sollte gut überlegt und sach- sowie fachgerecht ausgeführt werden.

Zudem empfiehlt Thiemel bei Marderbefall eine fachgerechte Motorwäsche, also den Motorraum gründlich reinigen zu lassen. Denn: Auf Duftspuren ihrer Artgenossen reagieren die Tiere meist sehr aggressiv und mit besonderer Beißwut. Einige Hersteller bieten außerdem Abschottungen des Motorraums bei einzelnen Modellen an. Diese hindern den Marder daran, zu den Kabeln und Schläuchen vorzudringen. Generell gilt: Wenn möglich, sollten Autofahrer ihr Fahrzeug in der Garage parken.

Was zahlt die Autoversicherung?

Wer sein Auto teil- oder vollkaskoversichert hat, ist gegen den finanziellen Schaden durch Marderbisse geschützt. Einige Tarife decken laut GDV jedoch nur direkte Marderschäden ab, die Versicherung zahlt also nur für die beschädigten Teile. Andere Tarife umfassen auch die Folgeschäden – die Versicherung zahlt also sogar dann, wenn zerbissene Zündkabel den Katalysator lahmlegen, undichte Kühlschläuche zu Motorüberhitzung oder kaputte Gummimanschetten zu Schäden an den Antriebs- oder Achsgelenken führen.



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