DruckenPDF

Das Jahr des Lächelns

Autofahrerin

Acht von zehn Autofahrerinnen und Autofahrern empfinden aggressives Verhalten als größtes Ärgernis im Straßenverkehr. Das zeigen unsere regelmäßigen Mitgliederumfragen. Wir schlagen deshalb vor, mehr Höflichkeit im Straßenverkehr zu schaffen, indem wir selbst höflicher werden – ein Vorsatz für 2016. Das wirkt, getreu dem Sprichwort: "Ein Lächeln kommt immer zurück". Sie müssen dazu nur wenige Dinge tun. 


Blickkontakt

"Gefühlt bewegen wir uns mit dem Auto in den eigenen vier Wänden", sagt ADAC Verkehrspsychologe Ulrich Chiellino. Heißt: "Wir glauben, darin tun und lassen zu können, was uns gerade passt. Zugleich tragen wir zum Schutz dieses Privatraums uralte Verteidigungsinstinkte in uns." Doch Straßenverkehr mit lauter Verteidigern kann nicht funktionieren. Verkehr ist eine riesige Kommunikation, die durch Regeln eigentlich mehr moderiert als kommandiert werden soll. Ohne den kommunikativen Blick durchs Fenster geht das nicht. Also: Suchen Sie immer und überall Blickkontakt – zu Autofahrern, Radlern, Fußgängern, ganz besonders zu Kindern. Dann erkennen und verstehen Sie viel leichter, was diese im nächsten Moment vorhaben.  


Handzeichen

Menschen haben ein breites Repertoire an Gesten auf Lager, von denen sie im Straßenverkehr oft nur die beleidigenden einsetzen. Nehmen wir einfach mal die konstruktiven Gesten zu Hilfe: Lassen wir per Handzeichen Vortritt, bedanken wir uns, entschuldigen wir uns, loben wir den anderen. Der Lohn der Mitmenschen ist uns gewiss. 


Lächeln

"Heute morgen bin ich vom Ampelnachbarn angelächelt worden, da war ich auf dem restlichen Arbeitsweg total entspannt", erzählt Diane Göbel, Chefin vom Dienst der Motorwelt-Redaktion. Wir alle kennen es: Ein Lächeln ist entwaffnend, ein Lächeln löst innere Spannung auf, es ist "das Kleingeld des Glücks", wie es Schauspiel-Legende Heinz Rühmann ausdrückte. Davon können wir im Straßenverkehr gar nicht genug haben. Unser Tipp: Lächeln Sie ruhig mal einen Rüpel an. 


Blinken

Nicht immer können wir uns im Straßenverkehr per Blickkontakt oder Geste austauschen. Das Mindeste aber, was wir tun können (und laut StVO auch müssen), ist blinken. Weil die Klagen über Blinkmuffel immer häufiger werden, rufen wir gern in Erinnerung: Blinken ist Kommunikation. Irgendwelche Fahrmanöver auszuführen, ohne die anderen darauf vorzubereiten, provoziert Ärger. 


Zeit einkalkulieren

Stress und Termindruck am Steuer sind der beste Nährboden für aggressives Verhalten. Ein unerwarteter Stau, schon werden wir zu Einzelkämpfern, denen jedes Mittel zum Geländegewinn recht ist – auf Kosten der anderen. Es ist so leicht: künftig eine Viertelstunde Sicherheitsplus einkalkulieren. Und läuft’s dann unerwartet glatt, haben wir endlich mal Zeit für einen kleinen Kaffeeplausch mit Kollegen.

 

Wir wünschen Ihnen ein frohes, unfallfreies Autofahrer-Jahr 2016.

Text: Claus Christoph Eicher


Diskutieren Sie mit 



– Reise & Freizeit –

ADAC Staukalender

Verbringen Sie Ihre Autofahrt nicht im Stau. Unser Staukalender zeigt Ihnen, wann mit hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. Mehr




Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität