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Vertankt!

Tausende Autofahrer tankten im Jahr 2012 aus Versehen den falschen Kraftstoff. Der ADAC fordert daher einen zuverlässigen Schutz gegen Fehlbetankung. 


Auf seinem aktuellen Staatsbesuch in Israel war die "rollende Festung" des US-Präsidenten Barack Obama – ein Cadillac im Wert von einer Million Dollar – mit falschem Kraftstoff betankt worden. So ähnlich erging es laut ADAC 2012 Tausenden Autofahrern in Deutschland. Die Gelben Engel des ADAC mussten 20.000 Mal aufgrund von Fehlbetankungen ausrücken, um teure Motorschäden zu verhindern.


Die Ursachen für diese Verwechslungen sind vielfältig. Oft sorgen verschiedene Spritsorten mit exotisch-werbewirksamen Namen an den Tankstellen für Verwirrung. Eine Zuordnung zu Diesel oder Benzin ist dabei nicht immer ganz leicht. Hinzu kommen riesige, ablenkende Werbeaufkleber.


Auch wenn in Autos Schutzmechanismen gegen eine Fehlbetankung eingebaut sind, kann es beim "Leerfahren" zu Problemen kommen: Wenn der Autofahrer bei Kraftstoffmangel mit einem Kanister nachfüllen muss, kann es sein, dass der fortschrittliche Fehlbetankungsschutz ebenfalls sperrt. 


Kaum ein Hersteller hat hierfür eine Lösung parat. Laut ADAC ist das aber möglich: Ford legt für wenige Cent ein einfaches Adapterrohr bei, das den Fehlbetankungsschutz "überbrückt". Es hat den gleichen Durchmesser wie eine Dieselzapfpistole. Somit kann auch mit einem gewöhnlichen Reservekanister problemlos nachgetankt werden.


Der ADAC fordert, dass alle Hersteller in ihren Modellen einen zuverlässigen Fehlbetankungsschutz integrieren. Gleichzeitig muss aber auch sichergestellt werden, dass im Notfall eine Betankung mit Kanister möglich ist.


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