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Verkehrsregeln: Strenge Sitten im Ausland

Alkohol

Straßenverkehrsregeln und Ausrüstungsvorschriften unterscheiden sich in den einzelnen europäischen Ländern zum Teil erheblich. Zur Sommerreisesaison haben wir eine Übersicht über die gravierendsten – und bisweilen kuriosen – Unterschiede erstellt.


Italien 

Wer mit mehr als 1,5 Promille am Steuer erwischt wird, muss neben einer hohen Geldbuße damit rechnen, dass er seines Fahrzeugs enteignet und dieses zwangsversteigert wird, sofern er dessen Halter ist. 

In den Sommermonaten (16. Mai bis 14. Oktober) gibt es Einschränkungen bei der Verwendung von Winterreifen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier

Fahranfänger dürfen in den ersten drei Jahren nur 100 km/h auf Autobahnen fahren. 


Dänemark

Auch hier kann das Auto beschlagnahmt und zwangsversteigert werden, wenn der Fahrer zu viel getrunken hat. Die Grenze liegt bei 2,0 Promille. 


Frankreich

Es gibt zwar eine Mitführpflicht für sogenannte Alko-Tester (ein kleines Röhrchen zur Atemalkoholmessung) – aber wer keinen vorzeigen kann, wird nicht bestraft. 

Ein unmittelbares Fahrverbot droht demjenigen, der zu schnell unterwegs ist. Dann kann gegebenenfalls nur noch ein Mitfahrer das Steuer übernehmen. 

Seit 1. Juli ist das Tragen von Kopfhörern (auch von In-Ear-Kopfhörern) beim Bedienen eines Fahrzeugs und auch beim Fahrradfahren verboten, genauso wie das Telefonieren ohne Freisprechanlage. Bei Verstoß droht eine Geldstrafe von bis zu 135 Euro. 

Auch an den Ampeln gibt es einige Besonderheiten: Ein rotes Lichtzeichen in Kreuzform auf der Rückseite der Ampel des Gegenverkehrs zeigt an, dass dieser "Rot" hat. Bei eigener grüner Ampel ist Linksabbiegen in diesem Fall erlaubt, Fußgänger haben jedoch Vorrang. 


Kroatien

Unfälle müssen immer der Polizei gemeldet werden. Fahrzeuge, die sichtbar beschädigt sind, dürfen nur mit einer polizeilichen Schadenbestätigung das Land wieder verlassen. 


Österreich

Wer bei einem Verkehrsunfall mit Sachschaden die Polizei ruft, obwohl die Unfallbeteiligten ihre Daten auch untereinander hätten austauschen können, muss eine "Blaulichtsteuer" (Unfallmeldegebühr) in Höhe von 36 Euro bezahlen. 


Schweiz

Verkehrsverstöße, insbesondere Überschreitungen des Tempolimits, werden mit drastischen Strafen geahndet. Ab 40 km/h zu schnell in einer Tempo-30-Zone oder 80 km/h über dem zulässigen Limit auf Autobahnen droht mindestens ein Jahr Haft. Auf Autobahnen herrscht ein generelles Tempolimit von 120 km/h (keine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h wie in Deutschland). 


Slowenien

Wer ein Bußgeld erhält, sollte dies sofort begleichen. Ausländern droht sonst die Beschlagnahme der Ausweisdokumente und des Fahrzeugs, oder der Fahrer wird in Polizeigewahrsam genommen. Wichtig: Bereits bei einer gelben Ampel besteht Haltepflicht. 


Ungarn

Bei Bezahlung der Autobahnmaut (elektronische Vignette) werden die Kfz-Kennzeichen registriert. Bei den Verkaufsstellen kommt es hierbei jedoch häufig zu Zahlendrehern. Deshalb müssen Urlauber die Belege genau kontrollieren, bevor sie unterschreiben. Nachträgliche Reklamationen sind teuer, und bei falsch registrierten Kennzeichen drohen hohe Nachforderungen sowie Bußgelder bis zu 140 Euro. 


Eine Übersicht über die Strafen für Verkehrssünden im europäischen Ausland finden Sie hier (pdf).


Stand: Juli 2015


Haben Sie noch Fragen? Unsere ADAC Rechtsberatung (nur für ADAC Mitglieder) erreichen Sie unter 089.76 76 24 23 (Mo-Fr 8-18 Uhr). Weitere Infos, interessante Urteile und Rechtliches von A-Z finden Sie hier.



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