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Crash in der Waschstraße

Wer haftet, wenn in einer Waschstraße ein Auto von einem anderen beschädigt wird? Das entschied das Landgericht Paderborn in einem Urteil.


Im vorliegenden Fall war eine Frau mit ihrem Auto in eine Waschstraße gefahren, in der die Fahrzeuge auf einem Band durch die Anlage befördert werden. Das Auto vor ihr blieb stecken, ihr eigenes jedoch wurde weitertransportiert. Sie hupte noch, aber das Personal reagierte nicht, so dass es zum Zusammenstoß der Autos und zu einem Schaden von 1300 Euro kam.


Die Versicherung des Waschstraßenbetreibers weigerte sich zu zahlen mit dem Argument, sowohl technische Vorrichtungen zur Verhinderung solcher Unfälle als auch das Anstellen von weiterem Aufsichtspersonal seien zu teuer. Die Sache ging vor Gericht. 


Die erste Instanz folgte der Argumentation der Versicherung. Das Landgericht Paderborn urteilte im Rahmen der Berufung jedoch anders: Der Betreiber müsse gewährleisten, dass im Falle einer "offenkundig gefahrenträchtigen Situation" das Laufband sofort abgeschaltet werde. 


LG Paderborn, Urteil vom 26.11.2014, Az. 5 S 65/1


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