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Stornogebühren für Flugreisende

06.07.2017

Storno_Flug

Flugreisende werden es künftig bei Stornierungen leichter haben an ihr Geld zu kommen.

Der Europäische Gerichtshof fällte ein Grundsatzurteil zu Gebühren und Bedingungen bei Flug-Rückerstattungen. Damit stärkt er die Rechte von Verbrauchern, die nach nicht angetretenen Flügen von Fluggesellschaften Geld zurückfordern.  


Viele Deutsche starten jetzt in die Sommerferien - oftmals mit dem Flugzeug. Doch jedes Jahr können tausende Reisende ihren Flug nicht antreten; ihnen bleibt oft ein finanzieller Schaden. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg fällte ein Grundsatzurteil zu Gebühren und Bedingungen bei Rückerstattungen.


Deutsches Recht versus EU-Recht


Anlass des EuGH-Urteils war eine Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands gegen Air Berlin. Die Verbraucherschützer monierten, dass die Fluglinie eine Bearbeitungsgebühr von 25 Euro erhebt, wenn ein Passagier einen Spartarif-Flug storniert oder nicht antritt. Zudem kritisierten sie, dass Steuern, Gebühren und Zuschläge nicht genau genug aufgeschlüsselt werden. Nach einem nicht angetretenen Flug können Kunden zumindest diese Zusatzkosten zum Teil zurückverlangen.


Aus Sicht des Bundesgerichtshof (BGH) darf nach deutschem Recht keine Bearbeitungsgebühr wie bei Air Berlin verlangt werden, weil sie Verbraucher einseitig benachteiligen würde. Die Karlsruher Richter fragten, ob das deutsche Recht in dem Punkt mit EU-Recht vereinbar sei. Der EuGH bejahte das. Zudem bestätigte er, dass Fluglinien den Anteil der Zusatzkosten am Flugpreis aufschlüsseln müssten.


Das sagt der ADAC 


Markus Schäpe, Leiter der Juristischen Zentrale beim ADAC: „Die Entscheidung des EuGHs zu mehr Transparenz bei Flugpreisangaben ist richtig. Wir begrüßen, dass Fluggesellschaften konkret aufschlüsseln müssen, wie sich der Gesamtpreis des Tickets aus Flugpreis, Steuern und Gebühren sowie sonstigen Entgelten und Zuschlägen genau zusammensetzt. Dadurch kann der Passagier erkennen, welche Erstattungen ihm genau zustehen, wenn er seinen Flug nicht antritt.“


Mit Material von dpa.


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