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Umweltmaut in Paris und London

03.04.2017

Paris

Adieu Smog: Die Pariser Luft soll besser werden.

Urlauber, die mit dem Auto in Paris oder in London unterwegs sind, müssen für die Einfahrt in die Innenstadt zahlen. Sonst drohen erhebliche Bußgelder. Unsere Empfehlung: Bestellen Sie die französische Umweltplakette "Crit'Air" rechtzeitig. 


Ab April 2017 brauchen auch Autofahrer aus Deutschland für Fahrten in Paris eine Umweltplakette. Die "Crit'Air" benötigen Pkw, die nach dem 31. Dezember 1996 erstmalig zugelassen wurden. Wohnmobile bis 3,5 Tonnen werden wie Pkw behandelt. Wer ohne die französische Plakette unterwegs ist, muss mit einer Geldbuße von 68 Euro rechnen. 


Die "Crit'Air" kann nur online bestellt werden. Die zeitlich unbegrenzte Vignette kostet 4,80 Euro und muss innen an der Windschutzscheibe angebracht sein. 


Hier finden Sie einen Leitfaden zur Bestellung der französischen Umweltplakette.


Hier können Sie die französische Plakette bestellen.


Hier können Sie über ein Kontaktformular Fragen an das französische Umweltministerium richten.


Werte doppelt so hoch wie der Grenzwert

Entlang der Pariser Verkehrsachsen sind die Werte für Stickstoffdioxid und Feinstaub teilweise doppelt so hoch wie der allgemeine Grenzwert. 1,5 Millionen Menschen in der Region sind Luftwerten ausgesetzt, die nicht den geltenden Grenzen entsprechen. "Während einer Verschmutzungsspitze in Paris zu leben, ist so, als würde man den Rauch von acht Zigaretten in einem Zimmer von 20 Quadratmetern einatmen", warnt die Stadt.


Zum Feinstaubproblem trägt auch bei, dass Frankreich lange auf Steuervorteile für Diesel gesetzt hatte. Zeitweise steckten deshalb in mehr als 70 Prozent der Neuwagen Dieselmotoren - dieser Trend hat sich aber deutlich umgekehrt. Mittlerweile sind nur etwas mehr als die Hälfte aller neuen Fahrzeuge mit Dieselmotoren ausgestattet.


Weitere aktuelle Informationen zu Frankreich im ADAC Länderführer.


Umweltzone auch in London

Zusätzlich zur Gebühr für die City von London müssen Autofahrer auch für die Umweltzone zahlen, innerhalb der sogenannten "Low Emission Zone" (LEZ). Sie umfasst den Großraum von London. Von der LEZ nicht betroffen sind Pkw und Motorräder sowie Kleintransporter unter 1,205 Tonnen Leergewicht. 


Privat- oder Geschäftsfahrten mit dem eigenen Fahrzeug oder einem Mietwagen sind gebührenpflichtig. Auch große Wohnmobile von 2,5 bis 3,5 Tonnen sind betroffen. Maßgeblich ist zudem, ob das Fahrzeug die geforderten Abgasnormen erfüllt. 


Digitale Überwachung

Vor der Einfahrt in die LEZ, die von Kameras überwacht wird, müssen die Fahrzeuge registriert werden. Das kann bis zu zehn Arbeitstage in Anspruch nehmen. Die Gebühr richtet sich nach dem Fahrzeugtyp. Für ein Wohnmobil zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen beträgt sie 100 Pfund. Wer ein Mietfahrzeug gebucht hat, sollte beim Vermieter nachfragen, ob das Fahrzeug schon registriert worden ist. 


Hier können Sie Ihr Fahrzeug für die Londoner Umweltzone LEZ registrieren. Auch hier empfehlen wir genügend Vorlaufzeit.


Die Bußgelder für Verstöße können bis zu 500 Pfund betragen (umgerechnet etwa 600 Euro). Wird ein Bußgeld nicht innerhalb von 28 Tagen bezahlt, kann es teuer werden. Bis zu 1500 Pfund betragen Strafzahlungen dann (etwa 1880 Euro). Vorsicht: Bußgelder aus dem Ausland darf nur das Bundesamt für Justiz vollstrecken. Bei fehlerhaften oder offenkundig zu hohen Bußgeldbescheiden sollten Sie unverzüglich Einspruch einlegen und juristischen Beistand suchen. 


Gut zu wissen 

Für Verkehrsverstöße im Ausland gibt es keine Punkte in Flensburg. Ein Fahrverbot, das eine ausländische Behörde ausspricht, hat in Deutschland keine Wirkung.


Haben Sie noch Fragen? Unsere ADAC Rechtsberatung (nur für ADAC Mitglieder) erreichen Sie unter 089.76 76 24 23 (Mo-Fr 8-18 Uhr). Weitere Infos, interessante Urteile und Rechtliches von A-Z finden Sie hier.


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