DruckenPDF

Paris: Fahrverbote für ältere Autos

15.02.2017

Adieu Smog: Fahrverbote sollen die Pariser Luft verbessern.

Adieu Smog: Fahrverbote sollen die Pariser Luft verbessern.

In Paris gibt es seit letztem Jahr eine Umweltzone und damit ein Fahrverbot für ältere Fahrzeuge. Wer in die Umweltzone fahren will, braucht eine entsprechende Plakette. Seit Februar 2017 ist diese auch für Ausländer erhältlich. Wir unterstützen bei der Beantragung.


Die Umweltzone umfasst den Stadtbereich innerhalb des Stadtautobahnrings ("Boulevard périphérique"). Der Stadtautobahnring selbst ist nicht Bestandteil der Umweltzone. Das Fahrverbot gilt für Kraftfahrzeuge mit Erstzulassung vor dem 1. Januar 1997 und Motorräder mit einer Erstzulassung vor dem 1. Juni 2000. Die Sperrzeiten sind: Montag bis Freitag zwischen 8 und 20 Uhr. Das Fahrverbot gilt nicht nachts, an Wochenenden und an Feiertagen. 


Die Regelung gilt auch für Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen. Für Fahrzeuge, die die Anforderungen nicht erfüllen, gibt es keine Ausnahmen. Liegt die gebuchte Unterkunft in der Umweltzone, müssen Touristen auf alternative Verkehrsmittel umsteigen oder außerhalb der Fahrverbotszeiten anreisen. Ausländische Fahrer, die nicht berechtigt sind, einzufahren, kommen derzeit noch mit einer polizeilichen Ermahnung davon. Ab April ist die Schonfrist allerdings vorbei. 


Umweltplakette seit Februar bestellbar


Seit Januar 2017 benötigen Franzosen, die innerhalb der Umweltzone unterwegs sind, eine Umweltplakette ("Vignette Crit'Air"). Die Plakette ist nach Verschmutzungsniveau gestaffelt. Für ausländische Fahrzeughalter ist diese erst seit Februar erhältlich. Sie kostet 4,80 Euro, kann nur online bestellt und mit Kreditkarte bezahlt werden. Die Lieferzeit beträgt etwa drei Wochen.


Hier finden Sie einen Leitfaden zur Bestellung der Umweltplakette.


Hier können Sie die Plakette bestellen.


Hier können Sie über ein Kontaktformular Fragen an das Umweltministerium richten.


Doppelt so hohe Grenzwerte


Entlang der Pariser Verkehrsachsen sind die Werte für Stickstoffdioxid und Feinstaub teilweise doppelt so hoch wie der Grenzwert. 1,5 Millionen Menschen in der Region sind Luftwerten ausgesetzt, die nicht den geltenden Grenzen entsprechen. "Während einer Verschmutzungsspitze in Paris zu leben, ist so, als würde man den Rauch von acht Zigaretten in einem Zimmer von 20 Quadratmetern einatmen", warnt die Stadt.


Zum Feinstaubproblem trägt auch bei, dass Frankreich lange auf Steuervorteile für Diesel gesetzt hatte. Zeitweise steckten deshalb in mehr als 70 Prozent der Neuwagen Dieselmotoren - dieser Trend hat sich aber deutlich umgekehrt, in diesem Jahr war bislang nur etwas mehr als die Hälfte aller neuen Fahrzeuge ein Diesel.


Auch andere Städte wollen Umweltzonen


Neben Paris wollen noch zahlreiche andere französische Städte (darunter Bordeaux und Straßburg) Umweltzonen einführen. Es ist davon auszugehen, dass die Pariser Plaketten dann auch in anderen Städten gültig sind. Die deutschen Umweltplaketten hingegen werden in Frankreich nicht anerkannt.


Weitere aktuelle Informationen zu Frankreich im ADAC Länderführer.


Interessante Links


Hinweis


War dieser Artikel für Sie hilfreich?
39 von 45 Nutzern fanden diesen Artikel hilfreich

Zwei Klicks für mehr Datenschutz
Bitte aktivieren Sie die Buttons, bevor Sie Ihre Empfehlung an Facebook, Twitter oder Google+ senden.
Hinweis: Durch Aktivieren der Buttons werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google+ ins Ausland übertragen.
Details zum Datenschutz bei Nutzung der Gefällt-Mir-Buttons

– Reise & Freizeit –

Ihre Route in ADAC Maps

Ermitteln Sie Tankstellen und Raststätten entlang Ihrer Route oder zu Ihrem Reiseziel mit vielen nützlichen Informationen. Mehr




Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität