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Paris: Fahrverbote für ältere Autos

07.09.2016

Paris_Smog

Adieu Smog: Fahrverbote für ältere Autos sollen die Pariser Luft verbessern.

Seit 1. Juli gilt in der französischen Hauptstadt ein Fahrverbot für ältere Pkw und Motorräder. Die Umweltzone umfasst den Stadtbereich innerhalb des Stadtautobahnrings (Boulevard périphérique). Ab Oktober drohen Strafen bei Verstößen gegen das Verbot.


Der Stadtautobahnring selbst ist nicht Bestandteil der Umweltzone. Das Fahrverbot umfasst Kraftfahrzeuge mit Erstzulassung vor dem 1. Januar 1997 und Motorräder mit einer Erstzulassung vor dem 1. Juni 2000. In den kommenden Jahren soll das Verbot schrittweise ausgeweitet werden. Diesel-Fahrzeuge will die französische Hauptstadt bis 2020 sogar komplett verbieten.


Die Regelung gilt auch für Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen. Liegt ihre gebuchte Unterkunft in der Umweltzone und erfüllt ihr Wagen oder Zweirad die Anforderungen nicht, müssen Touristen auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis umsteigen oder außerhalb der Fahrverbotszeiten anreisen.


Geldbußen ab Oktober


Noch droht bei Verstößen gegen das Einfahrverbot in die Umweltzone nur eine Ermahnung. Ab Oktober gibt es ein Bußgeld von zunächst 35 Euro, im kommenden Jahr steigt es auf 68 Euro.


Der Nachweis der Fahrberechtigung erfolgt mittels der Zulassungsbescheinigung (Fahrzeugschein). Voraussichtlich zum Jahresbeginn 2017 ist die Einführung einer Umweltplakette ("Pastille" oder "Vignette") geplant, die auch einen Nachweis für die Fahrberechtigung in der Pariser Umweltzone ermöglicht.


Doppelt so hohe Grenzwerte


Entlang der Pariser Verkehrsachsen sind die Werte für Stickstoffdioxid und Feinstaub teilweise doppelt so hoch wie der Grenzwert. 1,5 Millionen Menschen in der Region sind Luftwerten ausgesetzt, die die geltenden Regeln nicht einhalten. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Messstationen 26 Tage, an denen die Verschmutzung besonders hoch war: "Während einer Verschmutzungs-Spitze in Paris zu leben ist so, als würde man den Rauch von acht Zigaretten in einem Zimmer von 20 Quadratmetern einatmen", warnt die Stadt.


Zum Feinstaubproblem trägt auch bei, dass Frankreich lange auf Steuervorteile für Diesel gesetzt hatte. Zeitweise steckten deshalb in mehr als 70 Prozent der Neuwagen Dieselmotoren - dieser Trend hat sich aber deutlich umgekehrt, in diesem Jahr war bislang nur etwas mehr als die Hälfte aller neuen Fahrzeuge ein Diesel.


Weitere aktuelle Meldungen und Informationen zum Reiseland Frankreich finden Sie im ADAC Länderführer. 


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