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Richtiges Verhalten bei Gefahr im Tunnel

04.08.2016

Tunnel

Gefährlich und beängstigend: Wenn es im Tunnel zu Notsituationen kommt.

Panne, Unfall oder Feuer im Tunnel - ein echtes Horrorszenario. Wenn es brenzlig wird, wissen viele Autofahrer nicht, was sie tun sollen. Mit unseren Tipps verhalten Sie sich richtig und vermeiden unnötige Gefahr. 


Gerade auf dem Weg in den Skiurlaub ist die Fahrt durch die langen Röhren oft unvermeidbar. Tatsächlich passieren im Tunnel aber weniger Unfälle als außerhalb. Grundsätzlich sollten Autofahrer Folgendes beachten: Abblendlicht einschalten, Radio anstellen und auf den Verkehrsfunk achten. Außerdem sollten Sie immer einen großen Abstand zum Vordermann einhalten und sich die Sicherheitseinrichtungen wie Notausgänge und Notruftelefone einprägen. 


Ganz wichtig: Wenden Sie niemals im Tunnel, fahren Sie auch nicht rückwärts, halten Sie nur im Notfall an. Achten Sie stets auf die Anweisungen und Informationen des Tunnelpersonals.


  • Was tun bei Stau?
    Wer im Stau steckenbleibt, sollte den Warnblinker einschalten, den Motor abstellen und im Fahrzeug bleiben. Halten Sie mindestens fünf Meter Abstand zum Vordermann, um bei Bedarf zügig eine Rettungsgasse bilden zu können.

  • Was tun bei einer Panne?
    Nach dem Einschalten des Warnblinkers gilt: Stellen Sie das Fahrzeug in einer Pannenbucht, auf dem Standstreifen oder so nah wie möglich am rechten Fahrbahnrand ab und schalten Sie den Motor aus. Um Rettungskräfte zu informieren, sollten Sie das Notruftelefon nutzen und nicht Ihr Handy. Denn so kann das Tunnelpersonal die genaue Position orten. Beim Verlassen des Autos unbedingt auf den Verkehr achten und eine Warnweste tragen. Verstauen Sie Ihre Warnweste immer griffbereit in der Fahrertüre.

  • Was tun bei einem Unfall?
    Schalten Sie den Warnblinker ein, stellen Sie das Fahrzeug so nah wie möglich am rechten Fahrbahnrand ab und schalten Sie den Motor aus. Achten Sie auf den Verkehr, wenn Sie aussteigen. Tragen Sie unbedingt Ihre Warnweste. Nutzen Sie auch hier das Notruftelefon, um die Rettungskräfte zu rufen. Kümmern Sie sich nun um Verletzte.

  • Was tun bei Feuer?
    Wenn das eigene Fahrzeug raucht, sollten Sie möglichst aus dem Tunnel herausfahren. Ist das nicht mehr möglich, stellen Sie es ab, schalten Sie den Motor aus, lassen Sie den Zündschlüssel stecken. Brennt ein anderes Fahrzeug, ist es wichtig, einen großen Sicherheitsabstand zu halten. Auch in diesem Fall schalten Sie den Motor aus, lassen Sie den Zündschlüssel stecken und informieren die Rettungskräfte über das Notruftelefon. Ein Feuer sollten Sie nur im Anfangsstadium selbst löschen. Andernfalls müssen Sie weg vom Feuer. Verlassen Sie den Tunnel so schnell wie möglich über die Notausgänge.

  • Bei grundsätzlicher Angst vor Tunnel
    Bei einer leichten Angst hilft es bereits, bewusst und regelmäßig tief ein- und auszuatmen. So entspannen Sie sich. Wer aber unter Schweißausbrüchen, unkontrollierter Kurzatmung oder sogar Panikattacken leidet, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen. Häufig kann eine solch stärkere Form der Tunnelangst therapiert werden. Falls ein Arzttermin nicht unmittelbar möglich ist und Sie trotzdem auf dem kürzesten Weg durch Tunnel fahren müssen, meiden Sie die Strecke und fahren eine Alternativroute. Sie dauert zwar in der Regel etwas länger, ist aber für Betroffene und für alle anderen Verkehrsteilnehmer die sicherste Lösung. Bei ADAC Maps können Sie sich eine Route anzeigen lassen, bei der Sie längere Tunnel umfahren (einfach bei den Routenoptionen "Vermeiden von Tunnel" anklicken). Ausführlichere Informationen zum Thema Tunnelangst finden Sie hier.


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