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Angst vor Tunneln: Tipps zur Entspannung

04.08.2016

Richtige Panik oder nur ein mulmiges Gefühl: Tunnelangst gibt es in verschiedenen Ausprägungen.

Richtige Panik oder nur ein mulmiges Gefühl: Tunnelangst gibt es in verschiedenen Ausprägungen.

Für Autofahrer mit Tunnelangst kann die Urlaubsreise zu einer Tortur werden. Doch es gibt verschiedene Methoden, um mit der Panik umzugehen - was wir Betroffenen raten.  

Bei der Urlaubsreise Richtung Süden lassen sich lange Tunnel oft nicht vermeiden. Ob der mehr als 7 Kilometer lange Karawankentunnel oder der fast 14 Kilometer lange Arlbergtunnel – für manche Autofahrer wird der Weg durch die dunklen Röhren zur Qual. Doch diese Angst lässt sich bekämpfen.


Tunnelangst ist irrational

Ängste schützen den Menschen häufig vor unnötigen Risiken. Allerdings ist die Tunnelangst eine irrationale Form der Angst: Unsere Tests haben gezeigt, dass Tunnel mit der Zeit immer sicherer geworden sind. Mittlerweile garantiert eine EU-Richtlinie einen einheitlichen Sicherheitsstandard. Doch Betroffenen hilft dieses Wissen nicht weiter. 


Die Angst vor dem Tunnel ist eine erlernte Angst. Das Gefühl, sich in einer Stresssituation zu befinden, wird von Symptomen wie starkem Schwitzen und verkürzter Atmung begleitet. Nimmt man diese körperlichen Reaktionen wahr, wird die Angst noch größer. Im schlimmsten Fall droht eine Panikattacke und das kann für Autofahrer schwerwiegende Folgen haben.


Methoden zur Entspannung

Wer Tunnel lieber vermeidet, sollte zunächst als Mitfahrer die Herausforderung angehen. Eine zusätzliche Begleitperson kann unterstützen, sodass der Fahrer sich weiter auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren kann. Bei akuter Angst hilft es tief ein- und auszuatmen. Zur Entspannung eignet sich auch die "progressive Muskelrelaxation". Dabei werden einzelne Muskelgruppen etwa in Beinen oder Armen für einige Sekunden angespannt und abrupt wieder losgelassen. Wer sich auf die Übungen und die richtige Atmung konzentriert, ist außerdem von seiner Angst abgelenkt.


Bei einer stark ausgeprägten Angst sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Eventuell liegt eine Angststörung vor, die therapeutisch behandelt werden muss.


Flucht hilft auf Dauer nicht

In unserem Routenplaner können Autoreisende Strecken auswählen, die nicht durch Tunnel führen (einfach bei den Routenoptionen "Vermeiden von Tunnel" anklicken). Aus psychologischer Sicht ist es aber sinnvoll, sich seiner Angst zu stellen. Vermeidungsstrategien verschlimmern sie meist, denn bei jeder Tunnelfahrt verfestigen sich die positiven Erlebnisse, bei denen nichts passiert. Betroffene sollten sich diese guten Erfahrungen im Nachhinein bewusst machen. 


Was tun, wenn es im Tunnel zu einer echten Gefahr kommt? Mit diesen Tipps verhalten Sie sich richtig.



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