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Trekkingräder im ADAC Test

23.05.2017

Wir haben Trekkingräder getestet. Auch bei Markenprodukten kam es zum Rahmenbruch. Haltbarkeit und Fahrstabilität waren ausschlaggebend für schlechte Bewertungen. 



Zwei Räder mit Rahmenbruch, fünf mit erheblichen Mängeln bei Fahrstabilität mit Gepäck und Haltbarkeit: Von 20 getesteten Modellen im aktuellen Trekkingfahrradtest von ADAC und Stiftung Warentest erreichten nur zwölf das Testurteil "gut". Die Markenräder im Preissegment zwischen 750 und 950 Euro wurden auf Sicherheit, Haltbarkeit, Handhabung, Fahreigenschaften und Schadstoffbelastung geprüft.


"Unser Ergebnis zeigt Licht und Schatten", so Dr. Reinhard Kolke, Leiter Test und Technik beim ADAC. "Gerade Fahrradfahrer als schwächere Verkehrsteilnehmer müssen durch sichere Standards geschützt werden. Hierfür sollten sich einige Hersteller hinsichtlich Produktqualität und Verbraucherinformation eindeutig mehr Mühe geben." Die detaillierten Testergebnisse finden Sie hier.


Zwei Herrenräder sind mit "mangelhaft" durchgefallen


Mit einem "mangelhaft" durchgefallen sind die Herrenräder Gudereit LC-45 und Pegasus Opero SL – der Bruch jeweils an der Schweißnaht zwischen Steuer und Ober- bzw. Unterrohr stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Bei den Damenrädern entfällt die schlechteste Bewertung (gerade noch "ausreichend") auf das Modell Gudereit LC-45. Auch hier bemängelten die Prüfer einen Anriss im Rahmen nach den Haltbarkeitsversuchen.


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(Klicken Sie auf das Bild, um die Tabelle zu vergrößern)


Testsieger bei den Damen- und Herrenrädern ist jeweils das Modell Kalkhoff Endeavor 27. Doch selbst die Testsieger erreichen nur die Note 2,0. Auffallend: Trotz des relativ hohen Preises wurden bei fast allen getesteten Rädern billige Komponenten verbaut: Die Tester fanden instabile Seitenständer, knackende Pedale, geringe Mengen an Schadstoffen in Sätteln und Lenkergriffen sowie insbesondere minderwertige Lichtanlagen.


Vor dem Kauf immer eine Probefahrt machen

 

Nachbesserungsbedarf in Sachen Information besteht etwa bei den Herstellerangaben: Die Angaben zum zulässigen Gesamtgewicht eines Rades fand sich häufig nur versteckt in der Bedienungsanleitung. Abgesehen von teils widersprüchlichen Angaben schafften es nur vier Hersteller, das zulässige Gesamtgewicht direkt am Fahrrad anzugeben. Außerdem war dieses teils so knapp dimensioniert, dass es Radler mit einem Eigengewicht von 85 Kilogramm bereits überschreiten.


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(Klicken Sie auf das Bild, um die Tabelle zu vergrößern)


Wir raten Verbrauchern vor dem Kauf zu einer Probefahrt und der richtigen Grundeinstellung von Sattel und Lenkung sowie einer Feinjustierung der Schaltung durch einen Fachhändler. Hinweise zum empfohlenen Reifendruck sowie zum zulässigen Gesamtgewicht sollten Käufer ebenso einfordern wie einen Fahrradpass und ein Serviceheft.


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