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Tiere im Auto richtig sichern

13.02.2017

Ob Bello, Schnurri oder Schildi: Autofahrer müssen ihre tierischen Freunde an Bord richtig sichern. Sonst droht Gefahr für alle Passagiere. Unsere Tipps.



Ihre Halter lieben sie. Sie sind Freunde und Familienmitglieder. Und sie begleiten Frauchen und Herrchen auch oft im Auto: Haustiere sind aus dem Leben ihrer Besitzer nicht wegzudenken. Dennoch müssen diese sich darüber im Klaren sein: Die Straßenverkehrsordnung (StVO) sieht Tiere als Ladung an. Daher ist der Fahrer dafür verantwortlich, dass die Verkehrssicherheit nicht durch Tiere beeinträchtigt wird. Tiere lenken nicht nur oft während der Fahrt ab, sie können auch zur echten Gefahr für Leib und Leben werden. Denn bei einem Crash werden die Vierbeiner zu Geschossen. So entwickelt ein 20 Kilogramm schwerer Hund bei einem Aufprall mit 50 km/h eine Aufschlagswucht von mehr als einer halben Tonne.


Zum Wohle aller müssen Tierhalter ihre Liebsten darum während der Fahrt gut sichern. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld von bis zu 60 Euro sowie einen Punkt in Flensburg. Außerdem kann er im Falle eines Unfalls Probleme mit der Kfz-Versicherung bekommen.


ADAC rät zu Transportboxen 


Zu geeigneten Sicherungssystemen allerdings gibt es keine speziellen Vorschriften. Ein Möglichkeit sind spezielle Geschirre, die das Tier mit dem Gurt oder einem speziellen Halter auf der Rücksitzbank fixieren. Im Falle eines Unfalls jedoch bestehen erhebliche Verletzungsrisiken für das Tier. Wir raten dazu, Transportboxen zu verwenden und diese im Kofferraum unterzubringen, am besten quer zur Fahrtrichtung. Kleine Tiere finden in Boxen mit entsprechend geringeren Abmessungen auch im Fußraum hinter dem Beifahrersitz einen sicheren Platz. 


Im Kofferraum hingegen sollten die Boxen ganz an die Rücksitzbank geschoben werden. Moderne Fahrzeuge bieten zudem meist Zurrösen, an denen die Box mit Spanngurten gut gesichert werden kann. Ein Trenngitter zwischen Laderaum und Rücksitzbank erhöht die Sicherheit in der Fahrgastzelle gegebenenfalls zusätzlich. 


Generell bieten Transportboxen den Vorteil, dass das Tier den Fahrer nicht stören kann. Allerdings müssen sich die Vierbeiner erst an ihre vorübergehende Unterkunft gewöhnen. Danach fühlen sie sich aber aufgrund des Höhlen-Charakters der Boxen meist wohl.


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