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Licht und Schatten bei Plug-in-Hybriden

27.06.2017

Toyota Prius Plug-in-Hybrid

Der Toyota Prius 1.8 ist unter Plug-in-Hybriden Spitze.

Unter fünf getesteten Plug-in-Hybriden überzeugt nur einer im ADAC EcoTest. Unser Fazit: Hersteller könnten deutlich mehr für die Umwelt tun ebenso wie Verbraucher. 

 

Aus Umweltsicht ist nur der Toyota Prius Plug-in-Hybrid ein echter Saubermann. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Vergleich im Rahmen des ADAC EcoTests, bei dem neben dem Toyota Prius 1.8  auch der BMW 225xe iPerformance, der KIA Optima GDI Plug-in-Hybrid, der Volvo XC90 T8 Twin Engine sowie der VW Passat Variant GTE untersucht wurden.

 

Für die positive Schadstoffbewertung des Prius Plug-in-Hybrid ist der Verzicht auf eine Direkteinspritzung maßgeblich. Der Japaner ist außerdem grundsätzlich sehr sparsam mit Sprit und Strom. Dies führt zur Maximalbewertung mit fünf Umweltsternen. Die anderen geprüften Fahrzeuge landen auf den mittleren und hinteren Rängen des aktuellen EcoTest-Vergleichs.


Top Fünf der Plug-in-Hybride im ADAC EcoTest (Klicken Sie auf die Tabelle, um sie zu vergrößern)

 

Häufig zu hoher Schadstoffausstoß


Durchwachsen ist das Ergebnis des VW Passat GTE: Beim Start mit voller Batterie ist er im Elektromodus zwar noch umweltschonend unterwegs. In der Gesamtbetrachtung mit eingeschaltetem Benzinmotor reicht es jedoch nur zu drei Umweltsternen im Test. Ebenfalls mit drei Sternen wurde der KIA Optima bewertet. Dieses Modell weist einen relativ hohen Schadstoffausstoß auf. 

 

Das Schadstoffniveau des BMW 225xe ähnelt dem des KIA: Er verbraucht jedoch noch mehr Benzin und auch Strom – daher die Bewertung mit zwei Sternen. Dieses Modell hat eine nur geringe elektrische Reichweite sowie einen verkleinerten Benzintank. Das Fahrzeug muss daher häufig geladen und betankt werden. 


Top Ten des ADAC EcoTests (Klicken Sie auf die Tabelle, um sie zu vergrößern)


Volvo XC90 T8 Twin Engine: Das große Problem des untersuchten Volvo-Modells ist sein enormes Gewicht. So ergeben sich ein vergleichsweise hoher Verbrauch und erhöhte Schadstoffwerte. Aus diesem Grund erreicht der Volvo nur einen Stern in unserem Umweltranking.


Was Autofahrer für die Umwelt tun können

 

Plug-in-Hybride sind Autos mit kombiniertem Elektro- und Verbrennungsmotor, die Strom auch über die Steckdose aufnehmen können. "Als Brückentechnologie ins Elektrozeitalter werden Plug-in-Hybride noch Jahrzehnte im Einsatz sein. Deshalb sind sie von besonderer Bedeutung. Die Hersteller sind gefordert, diese Autos über Batterietechnik, Energiemanagement und optimierte Verbrennungsmotoren noch effizienter zu machen", sagt Dr. Reinhard Kolke, Leiter Test und Technik. "Um die Umweltvorteile innerorts zu nutzen, sind aber auch die Autofahrer gefragt. Sie sollten in der Stadt im Elektromodus fahren und möglichst oft Strom nachladen."

    

Unsere Testmethode: Pkw werden in unserem Testzentrum realitätsnäher geprüft als dies Hersteller und staatliche Institutionen tun. Neben aktualisierten Fahrzyklen und verschärften Bewertungsmaßstäben gibt es eine weitere wesentliche Neuerung beim ADAC EcoTest: Autos, die auf dem Prüfstand eine Empfehlung erreichen – also mit vier oder fünf Umweltsternen ausgezeichnet werden – müssen sich zusätzlichen Abgasmessungen auf der Straße (Real Driving Emissions) stellen.


Die detaillierten Ergebnisse


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