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Mit Carsharing fährt man gut

Auto buchen, einsteigen, losfahren – Carsharing funktioniert relativ problemlos. Beim aktuellen ADAC Test schnitten 26 Angebote mit der Note "gut" ab, vier waren "sehr gut", nur drei Mal gab es "ausreichend".



Die detaillierten Ergebnisse des ADAC Tests von 33 Carsharing-Angeboten in neun deutschen Städten finden Sie unter www.adac.de/carsharing-test


Besonders nutzerfreundlich ist zum Beispiel der Einführungskurs für Newcomer von Stattauto München. Punkten konnte auch die standardmäßige Ausrüstung von DriveNow-Autos mit Einparkhilfe und Navigationsgerät. Gute Noten gab es für die Aufkleber von Flinkster in Köln und book-n-drive cityflitzer, die bereits gemeldete Schäden deutlich anzeigen. Und die Verträge von car2go und car2go black zeichnen sich durch benutzerfreundliche Bedingungen aus.


Vereinzelte Kritikpunkte


Neben viel Licht gibt es vereinzelt allerdings auch Schatten. So waren gebuchte Fahrzeuge von DriveNow in Düsseldorf und Multicity in Berlin nicht auffindbar. Einige Autos im Testfeld fuhren im Hochsommer immer noch mit Winterreifen herum. Und in den Verträgen von book-n-drive in Frankfurt, stadtmobil in Freiburg, DriveNow, Greenwheels und Grüne Flotte werden Autonutzer pauschal für nicht gemeldete Neuschäden haftbar gemacht. 


Verwirrende Preisgestaltung


Nur schwer zu durchschauen sind die Preise. Es gibt eine Vielfalt von Grund-, Zeit- und Streckentarifen, Sondergebühren, Prepaid-Möglichkeiten und Wochenendspecials, die zudem ständig variieren. Ebenso unterschiedlich sind die Buchungs-, Zahlungs- und Aktivierungssysteme, mit denen man sich intensiv befassen muss.


Stationsgebundene Anbieter und Free-Floater


Grundsätzlich unterscheidet man bei Carsharing zwischen stationsgebundenen Angeboten und sogenannten Free-Floatern, das heißt Fahrzeugen, die innerhalb eines bestimmten Gebiets wieder abgestellt werden können. Free-Floating-Autos sind deshalb besonders flexibel. Stationsgebundene Anbieter machen oft günstigere Angebote und bieten die größere Bandbreite an Modellen an. Qualitativ unterschieden sich im Test beide Modelle kaum.


Auf politischer Ebene sollte das geplante Gesetz, das den Kommunen die rechtliche Grundlage für die Ausweisung von Carsharing-Stellplätzen an die Hand gibt, rasch verabschiedet werden.


Wir haben die Angebote von 14 Carsharing-Betreibern in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau, Hamburg, Hannover, Köln, München und Stuttgart getestet. Mit einem Desk Research wurden zum Beispiel Internetseite, AGB und Gebühren recherchiert. Bei Testfahrten wurden Reservierung und Rechnungsstellung sowie Ausstattung und Zustand der Fahrzeuge untersucht, aber auch Erreichbarkeit, Übernahme und Rückgabe. 


(Stand: 23.3.2016)


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