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Initiative gegen Tacho-Betrug


Jeder dritte Gebrauchtwagen hat mehr Kilometer auf dem Buckel als der Tachometer anzeigt. Schaden: im Schnitt 3000 Euro pro Auto, sechs Milliarden Euro pro Jahr. Im Kampf gegen die Tacho-Trickser hat die „ADAC Initiative gegen Tacho-Betrug“ einen Mitstreiter im Europa-Parlament gefunden: Markus Ferber, Vorsitzender der CSU-Europagruppe und Mitglied des Verkehrsausschusses.


Bei einem Besuch im ADAC Technik Zentrum Landsberg konnte sich Ferber ein Bild davon machen, wie leicht sich ein Tacho manipulieren lässt. An dem „ADAC Demonstrator Tacho-Betrug“ zeigte Markus Sippl, Leiter des Technik Zentrums, dem EU-Parlamentarier, wie sich in nur 30 Sekunden der Kilometerstand runterdrehen lässt. 


Um den Tricksern das Handwerk zu legen, fordert der ADAC einen technischen Schutz  für jedes neue Automodell vorzuschreiben: durch die EU-Typgenehmigung. „Das wäre die Mutter aller Lösungen“, sagt Ferber, „das unterstütze ich voll.“ Allerdings sei das ein langwieriger und schwieriger Prozess. Ferber: „Das ist keine schnelle Lösung.“


Einfacher und rascher umzusetzen ist nach Ansicht von Ferber eine elektronische Zugangssperre. So ein Schutz, der das Manipulieren verhindern oder so erschweren könnte, dass es sich nicht lohnt, würde nur wenige Euro pro Auto kosten. Der ADAC drängt daher die Autohersteller, hier endlich aktiv zu werden und die Verbraucher vor den Tacho-Betrügern zu schützen.


Ausführliche Infos zum Thema und über die „ADAC Initiative gegen Tacho-Betrug“ gibt es unter www.adac.de/tacho.


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