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Datenbank allein hilft nicht gegen Tachobetrug

Laut ADAC gehen die im März im EU-Ausschuss diskutierten Lösungen zum Thema Tachobetrug nicht weit genug. Geplant ist, in einer zentralen Datenbank die Kilometerstände von Autos – etwa bei einer Reparatur, Inspektion oder bei einer Hauptuntersuchung (HU) – zu erfassen. 


Kriminelle Manipulationen der Kilometerstände, die in Deutschland jährlich einen volkswirtschaftlichen Schaden von etwa sechs Milliarden Euro anrichten, können mit einer Datenbank alleine aber nicht verhindert werden. Dies ist nur durch eine technische Lösung direkt im Auto möglich. 


Das Problem bei der Datenbank: Betrüger könnten vor einer HU den Kilometerstand des Autos gezielt manipulieren und bekommen ihn dann quasi in der HU noch amtlich bestätigt.


Auch eine Abschaffung der Strafverfolgung bei Tachobetrug wäre das falsche Signal. Sie würde das Problem nur bagatellisieren. Die Manipulation des Kilometerzählers muss laut ADAC strafbar bleiben und auch strafrechtlich verfolgt werden. Nur so ist eine Abschreckung gegeben. Der Club hält eine Strafverfolgung für dringend notwendig, bis eine zuverlässige Lösung zur Unterbindung des Tachobetrugs gefunden wird. In den letzten Jahren hat sich der ADAC sogar für ein noch schärferes Vorgehen gegen Tacho-Kriminelle ausgesprochen. 


Der ADAC fordert, dass Tachomanipulation mithilfe technischer Mittel erheblich erschwert wird. Derzeit können Laien Kilometerzähler mit am Markt frei verfügbaren Geräten manipulieren. Die Autohersteller sollten aktuelle Sicherheitstechnologien zum Schutz des tatsächlichen Kilometerstandes und damit zum Schutz des tatsächlichen Fahrzeugwertes in ihre Modelle einbauen.



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