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Alles rund um den Winterdienst

10.11.2017

Winterraeumdienst

Bei Schnee und Eis: Fahrweise und Geschwindigkeit unbedingt den Straßenverhältnissen anpassen.

Städte und Gemeinden müssen nicht alle Straßen zu jeder Zeit räumen und streuen lassen. Autofahrer sollten deswegen achtsam sein und Fahrweise und Geschwindigkeit immer den Straßenverhältnissen anpassen. Wir erklären, wo geräumt und gestreut werden muss und wie man sich bei der Begegnung mit einem Schneepflug verhält.

Innerhalb geschlossener Ortschaften
müssen Straßen bei Eis und Schnee an gefährlichen Stellen geräumt und gestreut werden. Das gilt auch für belebte und gekennzeichnete Fußgängerwege sowie Übergänge an Kreuzungen. Radwege müssen innerorts nur an gefährlichen und für den Verkehr wichtigen Stellen geräumt werden. Ist der Radweg nicht befahrbar, darf der Fahrradfahrer trotz seiner Radwegbenutzungspflicht auf der Straße fahren.


Außerorts besteht eine Räum- und Streupflicht nur bei besonders gefährdeten und gefährlichen Fahrbahnstellen. Auf Rad- und Gehwegen existiert sie hier nicht.


Auf privaten Kundenparkplätzen besteht zwar eine grundsätzliche Räum- und Streupflicht des Eigentümers; der Kunde hat allerdings keinen Anspruch auf einen vollständig geräumten Parkplatz. Es genügt, wenn einzelne Zugänge zu Gebäuden oder Parkflächen geräumt und gestreut sind.


Räum- und Streufahrzeuge auf keinen Fall überholen

Räum- und Streufahrzeuge haben nicht automatisch Vorfahrt. Sie dürfen aber dort fahren, wo es ihr Einsatz erfordert, sogar in Fußgängerzonen. 


Auch wenn der meist langsam fahrende Winterdienst Autofahrer auf eine harte Geduldsprobe stellt: Sie sollten Räum- und Streufahrzeuge nicht überholen, denn vor ihnen ist die Fahrbahn häufig gefährlich glatt. Zudem bringt das Überholen in der Regel keinen Zeitvorsprung, denn vor dem Schneepflug fährt man auf ungeräumter Fahrbahn und muss spätestens dann das Tempo wieder drosseln. 


Die Devise heißt: Platz machen, zurückhaltend fahren und auf keinen Fall durch riskantes Überholen die Arbeit der Schneepflüge behindern. Wer zu nah auffährt, wird mit Salz und Schnee bespritzt. Das kann die Windschutzscheibe verschmieren und die Sicht beeinträchtigen. Die Faustformel für den Sicherheitsabstand zum Winterdienst lautet: mindestens halber Tacho.


Einem entgegenkommenden Räumfahrzeug sollten Autofahrer ausreichend Platz lassen. Denn die Schneeschaufel ist deutlich breiter als das Fahrzeug selbst – das wird leicht unterschätzt. 


Weitere Infos zum Thema Winterdienst von den ADAC Juristen.


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