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Was tun nach einem Steinschlag?

07.02.2017

Glasschäden sind der Spitzenreiter unter den Kaskofällen. Darunter fällt auch der Steinschlag. Wir sagen Ihnen, wann ein Schaden repariert werden kann und wann ein Austausch der Windschutzscheibe nötig ist.


Grundsätzlich gilt die Formel: Alles, was sich nicht im Sichtfeld des Fahrers befindet, mindestens zehn Zentimeter vom Rand entfernt liegt und kleiner als fünf Millimeter ist, kann repariert werden. Als Sichtfeld gilt eine Fläche von der Größe eines DIN-A4-Blattes direkt vor dem Fahrer. 


Auch darf nur die Scheibenaußenseite, nicht aber die Zwischenfolie oder gar die Innenscheibe beschädigt sein. Wasser oder Schmutz sollten ebenfalls noch nicht in die Scheibe eingedrungen sein. Tipp: die Schadstelle schnell mit einem Aufkleber oder einer Folie überkleben.


Scheibenreparatur nach Steinschlag

(Zum Vergrößern auf das Bild klicken)


Kfz-Werkstätten oder Autoglas-Fachbetriebe können den Schaden reparieren. Bei sachgerechter Arbeit ist die Schadenstelle fast nicht mehr zu erkennen, und die Scheibe hat wieder nahezu ihre ursprüngliche Festigkeit. Die Reparaturkosten für einen einfachen Steinschlagschaden belaufen sich auf 50 bis 100 Euro. 


Teilkasko bezahlt Schäden 


Muss die Scheibe getauscht werden, ist der Aufwand wesentlich größer, weil die Frontscheiben bei modernen Pkw eingeklebt sind. Auch die Kosten sind deutlich höher und bewegen sich – je nach Ausführung – zwischen 400 und 1000 Euro. Hier zahlt die Teilkasko-Versicherung, der Eigentümer bleibt jedoch auf seiner individuellen Selbstbeteiligung sitzen. Immerhin müssen Versicherte weder durch die Reparatur eines Steinschlag-Schadens noch den Austausch der Scheibe eine Anhebung ihrer Versicherungsprämie befürchten. 


Wichtig: Es kommt vor, dass Reparaturbetriebe zu einem – eigentlich unnötigen – Scheibentausch raten und die Kunden mit der Übernahme der Selbstbeteiligungskosten ködern. Der ADAC rät davon dringend ab, denn das wäre Versicherungsbetrug und somit eine Straftat.


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