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Stau in Städten: Abgase verdoppeln sich

10.08.2017

Stau

In Deutschland ist der Pkw-Bestand in den letzten zehn Jahren um knapp neun Millionen Fahrzeuge gewachsen.

Städte sind davon besonders betroffen: Die Stickoxidbelastung steigt bei Stau auf fast das Doppelte. Eine intelligente Verkehrssteuerung und der Ausbau des ÖPNV sollten daher weiter gefördert werden. Wie Kommunen konkret gegensteuern können.


Wie können Abgase in Innenstädten eingedämmt werden? Welche Maßnahmen können Staus in Städten reduzieren? Zahlen des Umweltbundesamts zeigen, dass dringend Antworten auf diese Fragen gefunden werden müssen. So lassen Staus den Stickoxidausstoß des Pkw-Verkehrs in Städten um annähernd 100 Prozent steigen. 


Durch Zuwanderung aus den ländlichen Räumen und gute Arbeitsplatzangebote hat der Verkehr vor allem in den Großstädten und Ballungsräumen in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Dies zeigt sich auch am Pkw-Bestand, der zwischen 1997 und 2017 um knapp neun Millionen auf etwa 45,8 Millionen Fahrzeuge zugenommen hat.


Zu den wichtigsten Lösungsansätzen zählt der Ausbau des ÖPNV, die Förderung des Radverkehrs, die Parkraumbewirtschaftung, eine intelligente Steuerung der Ampeln sowie eine koordinierte Verkehrsplanung. Nur ein schneller, zuverlässiger und günstiger ÖPNV ist eine echte Alternative zum Auto. Voraussetzung dafür, ist jedoch ein besseres Angebot des ÖPNV.


Konkrete Maßnahmen für einen besseren Verkehrsfluss


  • Radverkehrsförderung: Sichere und schnelle Radwege sind die Voraussetzung dafür, dass Autofahrer aufs Fahrrad umsteigen. Diese Radwege sollten auf Basis einer strategischen Netzplanung entwickelt werden.
  • Parkraumbewirtschaftung: Durch die Steuerung von Angebot und Nachfrage kann eine ausgeglichene Parkraumbilanz erzielt werden. Dies führt zu einer Reduzierung des Parksuchverkehrs und zu weniger Schadstoffbelastung. Parkraumbewirtschaftung sollte jedoch nur dort betrieben werden, wo Mobilitätsalternativen zur Verfügung stehen. 
  • Ampelsteuerung: Grüne Wellen werden eingesetzt, um den Verkehr auf einzelnen Hauptrouten zu verflüssigen. Die Netzsteuerung von Ampeln zielt dagegen auf ein größeres, zusammenhängendes Straßennetz ab. Dabei erfolgt die Steuerung der Ampeln in Abhängigkeit vom aktuellen und vorhergesagten Verkehrsaufkommen. Im gesamten Netz können so die Halte-und Wartezeiten minimiert werden. 
  • Verkehrsplanung: Sollte mit der Siedlungsplanung abgestimmt sein. Um Pendlerströme nicht noch zu verstärken, sollten neue Wohngebiete im Umland möglichst entlang des schienengebundenen ÖPNV errichtet werden. Städte können einen Beitrag zur Verkehrsentlastung leisten, indem sie auf eine hohe Bebauungsdichte und Funktionsmischung setzen. Größere Arbeitsstätten sollten bevorzugt an Hauptknotenpunkten des ÖPNV angesiedelt werden. 


Hier lesen: Informationen zu den Vorteilen einer grünen Welle.


Hier lesen: Das sagen unsere User zur grünen Welle.


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