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ADAC Sommerreifentest 2016

Reifenhersteller schwärmen gerne von ihren Produkten. Wir haben getestet, wie gut ihre Reifen wirklich sind. Diesmal am Start: 32 Sommerreifen in zwei Dimensionen.


Zweimal im Jahr müssen sich die Versprechungen der Reifenhersteller beim ADAC Reifentest an der Wirklichkeit messen lassen. Diesmal: Jeweils 16 aktuelle Sommerreifen in zwei Größen – die eine für Klein- und Kompaktwagen wie Citroën C3, Hyundai i20, Mazda 2, Nissan Note, Opel Adam, Peugeot 208, Renault Clio oder Toyota Verso, die andere für Fahrzeuge der Mittelklasse wie Audi A4, VW Golf, BMW 3er, Ford Mondeo, Mazda 6, Seat Leon, Skoda Octavia oder Toyota Avensis.


Die Gesamtnoten des Tests errechnen sich aus den Einzelbewertungen in den Kategorien Verschleiß, Kraftstoffverbrauch, Geräusch und Verhalten auf trockener bzw. nasser Fahrbahn. Sämtliche Testergebnisse im Detail finden Sie unter www.adac.de/reifentest.


Dimension 185/65 R 15 H


In der kleineren 185er-Dimension zeigten sieben Modelle keine Schwäche und sind deshalb mit dem ADAC Urteil "gut" besonders empfehlenswert. Bester auf Nässe – vor allem beim Bremsen und Handling – war diesmal ein Holländer: der Vredestein Sportrac 5. Der PremiumContact 5 von Continental überzeugt dagegen mit der Bestnote auf trockener Fahrbahn, wo die guten Dunlop BlueResponse, Hankook Kynergy, Nokian Line und Kumho Ecowing ebenfalls prima fuhren. Wer unter den besten Reifen nach größeren Unterschieden suchen will, wird allenfalls in der Verschleißwertung fündig: Die Modelle von Hankook, Nokian und Kumho schnitten bei der Abriebfestigkeit etwas schlechter ab.


Sieben weitere Reifen wurden "befriedigend" beurteilt. Wie gewohnt zeigen sie gegenüber den Besten leichte bis eindeutige Schwächen auf nasser Fahrbahn. "Nur" befriedigend sind auch zwei Modelle, die zumindest von ihrem Preis her gern in der ersten Reihe stehen würden: der Energy Saver+ von Michelin und der Turanza T001 von Bridgestone. Doch beide Modelle scheitern an Zielkonflikten, die beim Bau eines Reifens typisch sind: Beim Franzosen ist es der Konflikt zwischen Verschleiß/Verbrauch und Nassgrip, beim Japaner ist es die Performance auf trockener und nasser Straße.


Dimension 225/45 R 17 Y


Bei den großen 225er-Reifen ist der Continental SportContact 5 Testsieger – mit Bestnoten auf trockener und nasser Fahrbahn! Trocken kann erneut ein Vredestein überzeugen, der Ultrac Vorti. Der Pirelli P Zero und der ESA-Tecar Spirit 5 komplettieren das Sieger-Quartett mit guten Leistungen auf Nässe (Pirelli) beziehungsweise einem geringen Spritverbrauch (ESA). 


Der günstige ESA-Tecar – die Marke war im Winter schon öfter beim ADAC Reifentest dabei – ist ein Sonderfall im deutschen Markt. Tecar ist eine Eigenmarke einer Einkaufsorganisation für Schweizer Garagisten, die ihre Reifen bei einem namhaften Reifenhersteller produzieren lässt und auch ins Ausland exportiert. Fragen Sie bei Bedarf beim Reifenhändler gezielt nach der Liefermöglichkeit. 


Eine intensive Recherche bleibt Ihnen beim Reifenkauf ohnehin nicht erspart. Es gibt im Handel keine fixen Preise oder unverbindliche Preisempfehlungen: Sie müssen die Kosten für Ihr Wunschmodell bei möglichst vielen Händlern, Autohäusern oder im Internet abfragen.

Weitere Informationen zum Thema Reifen finden Sie hier: 


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