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Skoda Kodiaq: Erster Fahrbericht

07.07.2016

Skoda

Jetzt ist der Bär los: Mit dem (hier noch getarnten) Kodiaq will Skoda den SUV-Markt aufmischen.

Skoda will mit dem neuen Kodiaq ein großes Stück vom SUV-Kuchen abhaben. Unser Autor Thomas Geiger konnte erste Fahreindrücke im noch getarnten Testwagen sammeln.


Tiefe Wälder, einsame Fjorde, raue Berge – eine bessere Kulisse als den hohen Norden hätte Skoda für die erste Ausfahrt seines neuen Geländewagens kaum wählen können. Auch wenn er später die meiste Zeit in der Stadt unterwegs sein wird, sind Gegenden wie diese sein natürliches Habitat.


Nicht umsonst trägt der Wagen den Namen Kodiaq und erinnert damit an den größten aller Braunbären. Und genau wie sein Taufpate aus Alaska hat der Tscheche das Zeug, eine ganze Gattung zu dominieren, in diesem Fall die der großen SUV. Publikumspremiere ist in drei Monaten auf dem Pariser Auto-Salon, Verkaufsstart Anfang 2017 zu Preisen knapp unter 25.000 Euro.


Neu in dieser Klasse: Sieben Sitze


Mit 4,70 Metern ist der Kodiaq nicht nur 20 Zentimeter länger beziehungsweise kürzer als seine Wolfsburger Vettern Tiguan und Touareg, er bietet als erstes Konzern-Modell unterhalb des teuren Audi Q7 auch die Option auf sieben Sitze. Dabei sind die hintersten wegen der um 18 Zentimeter verschiebbaren zweiten Sitzreihe sogar halbwegs bequem erreichbar. 


Wer statt Kindern lieber Koffer mitnimmt, hat im Skoda ebenfalls mehr Möglichkeiten, verspricht Entwicklungsvorstand Christian Strube: „Mit 720 bis 2065 Litern haben wir das größte Ladevolumen dieser Klasse.“ Dazu gibt es einen doppelten Ladeboden, die obligatorische Magnet-Taschenlampe, Klappen über jeder Nische und eine Ablage für die Kofferraumabdeckung. Die Heckklappe schwingt bei einem angedeuteten Fußtritt nicht nur elektrisch auf, sondern auch zu.


Sanfte Lenkung, gutmütiges Fahrwerk 


Obwohl der Kodiaq innen ein Riese ist, wirkt er von außen nicht protzig oder bedrohlich. Mit kurzen Überhängen, einem langem Radstand von fast 2,80 Metern und einem vergleichsweise flachen Dach sowie einer schlanken Silhouette haben die Tschechen den Bären erfolgreich gezähmt und für die Stadt domestiziert.


Zahm und zutraulich – das umschreibt auch am besten das Fahrverhalten. Werden Geländewagen mit zunehmender Größe ohnehin gelassener, taugt der Kodiaq fast zum Blutdrucksenker, so ruhig und entspannt rollt er dahin. Die Lenkung sanft, das Fahrwerk gutmütig und die Doppelkupplung ohne jede Hektik. Dabei kann er auch anders. Mit knapp 20 Zentimetern Bodenfreiheit und Allradantrieb für die allermeisten Varianten stapft das SUV tapfer über Stock und Stein. 


Skodas Hoffnungsträger


Und wer sich statt des 125 PS starken Basis-Benziners oder des 150-PS-Diesels eine Spitzenmotorisierung mit 180 oder 190 PS leistet, kann immerhin bis zu 209 km/h schnell fahren. Von den knapp fünf Litern Normverbrauch, die Skoda für das sparsamste Modell in Aussicht stellt, muss man sich dann allerdings verabschieden.


Der Kodiaq ist der Hoffnungsträger, der Skoda zu neuen Ufern führen, neue Segmente erschließen und den Weg in neue Märkte ebnen soll. Doch allein auf den großen Bären will sich Skoda nicht verlassen, deshalb geht kurz nach dem Kodiaq auch der neue Yeti an den Start.


Fazit: Skoda kommt spät, aber clever. Mit seiner geschickten Positionierung, dem üppigen Platzangebot, vielen pfiffigen Ideen und dem knapp kalkulierten Preis ist der Kodiaq eine Bereicherung auf der Buckelpiste. Er dürfte Konkurrenten wie Ford Kuga oder Hyundai Santa Fe das Leben ebenso schwer machen wie dem VW Tiguan oder dem Audi Q5.


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