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Sicherheitswesten für Schulanfänger

08.09.2016

Sichheitswesten

V.l.n.r.: Dr. Andrea David (ADAC Stiftung), Dr. Rainer Wend (Deutsche Post AG), Dietmar Woidke (Ministerpräsident Brandenburg), Manfred Voit (ADAC Berlin-Brandenburg), Dr. August Markl (ADAC Präsident) und Checker Tobi mit den ADAC Maskottchen Felix und Frieda sowie den Kindern der Weidenhof-Grundschule bei der Auftaktveranstaltung in Potsdam.

Die ADAC Stiftung Gelber Engel und die Deutsche Post starten eine Sicherheitsaktion für Erstklässler. Gemeinsam verteilen sie 750.000 Sicherheitswesten an Schulneulinge, um sie im Straßenverkehr besser sichtbar zu machen. 


"Ganz schön helle" – unter diesem Motto startet heute in der Weidenhof-Grundschule in Potsdam die Sicherheitsaktion für Erstklässler. Die ADAC Stiftung Gelber Engel und die Deutsche Post verteilen bundesweit in rund 16.000 Grundschulen 750.000 Westen an Schulanfänger. Seit Beginn der Aktion im Jahr 2010 hat die ADAC Stiftung Gelber Engel mit ihren Unterstützern bereits rund 5,3 Millionen kostenlose Sicherheitswesten an Erstklässler verteilt.


Die leuchtend gelben Westen machen Kinder vor allem in der dunklen Jahreszeit auf dem Schulweg und in der Freizeit sichtbarer. Verkehrsteilnehmer können Kinder mit einer Sicherheitsweste früher erkennen und rechtzeitig reagieren. Denn in der Dämmerung oder in der Dunkelheit sind Kinder mit den gelben, reflektierenden Westen schon ab etwa 140 Meter Entfernung sichtbar. Zum Vergleich: Dunkel gekleidete Kinder hingegen sind deutlich später, erst aus 25 Metern, zu erkennen. 


Die Anzahl verunfallter Kindern sind nach wie vor zu hoch. 2015 verunglückten 28.235 Personen unter 15 Jahren im Straßenverkehr, 84 von ihnen starben. Bei den Grundschülern zwischen sechs und neun Jahren waren 7671 Kinder in Unfälle verwickelt, 20 kamen ums Leben.

Kinder sind schutzbedürftig


ADAC Präsident und Vorsitzender des Kuratoriums der ADAC Stiftung Gelber Engel, Dr. August Markl, sagte in Potsdam: "Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Ihre physischen und geistigen Fähigkeiten sind noch nicht vollständig ausgeprägt. Deshalb können sie noch nicht den richtigen Überblick haben und erkennen Gefahren oft zu spät. Wir appellieren daher an alle Eltern, ihren Nachwuchs sichtbarer zu machen. Eine helle und reflektierende Kleidung, wie unsere Sicherheitsweste, trägt dazu bei."


Dr. Rainer Wend, Leiter Politik und Regulierungsmanagement der Deutschen Post, sagte: "Mit rund 30.000 Paketen bringen wir die Westen kostenlos an die Schulen. Wir bitten die Lehrer, ihre Schüler im Unterricht zum Tragen der Weste zu animieren und die Kinder tatkräftig dabei zu unterstützen."


Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, erklärte: "'Ganz schön helle'" ist eine wunderbare Ergänzung auch der Anstrengungen des Landes für sichere Schulwege. Gemeinsam tragen wir - Land, Kommunen, starke Partner wie der ADAC und viele freiwillige Helfer – dazu bei, dass die Kinder wohlbehalten in die Schule und wieder nach Hause kommen."


Spielerischer Umgang mit Westen


Die ADAC Stiftung Gelber Engel hat zur Sicherheitsaktion Unterrichtsmaterial konzipiert, bereit zum Download unter www.adac.de/sicherheitswesten. Die Kinder lernen dabei spielerisch den schützenden Vorteil der Sicherheitsweste kennen. Zudem wird erstmals bundesweit ein Wettbewerb durchgeführt, der die Kinder motiviert, die Weste täglich zu tragen.


Die ADAC Stiftung Gelber Engel gGmbH unterstützt seit ihrer Gründung im Jahr 2007 Unfallpräventionsprojekte für Kinder und Jugendliche. Sie fördert Unfallforschungsprojekte an Universitäten und Technischen Hochschulen. Die Stiftung hilft auch bedürftigen Menschen, die nach einem Unfall in Not geraten sind. Das zentrale Anliegen der Gesellschaft ist es, den Schutz und die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.


Mit seiner Verkehrsinitiative "Für einen sicheren Schulweg!" will der ADAC in diesem Jahr zusätzlich einen Beitrag leisten, die Unfallzahlen bei Kindern zu senken. Ziel der Initiative ist es, Eltern und Kinder über die besonderen Risiken im Straßenverkehr zu informieren und aufzuzeigen, wie eine sichere Mobilität gewährleistet werden kann.


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