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Autonomes Fahren im Selbstversuch

Wie fühlt es sich an, wenn das Auto im normalen Straßenverkehr alle Entscheidungen selbst trifft? Motorwelt-Redakteur Wolfgang Rudschies hat es ausprobiert, als Beifahrer im 5er-BMW und auf dem Fahrersitz eines Audi A7 (siehe Video).

 

Start im BMW ist in Garching bei München. Wolfgang Rudschies nimmt Platz neben Michael Aeberhard. Der BMW-Ingenieur kümmert sich, dass sein 5er tut, was er tun soll: ohne Fahrer fahren. Auf der A9 übergibt Aeberhard an den Autobahnpiloten. So erlebte der Motorwelt-Redakteur die Mitfahrt im autonom steuernden Auto:

Der BMW steuert selbst

Das Lenkrad bewegt sich leicht korrigierend. Auch das Beschleunigen und Bremsen geht fast unmerklich vonstatten. Aeberhard ist entspannt, hält sich jedoch bereit, im Notfall einzugreifen. Ich aber merke, dass ich dem Fahrzeug nicht traue. Dann blinkt es links, zieht langsam rüber, beschleunigt. Der 5er überholt einen Lkw. Ich bin baff.

Nach ein paar Kilometern will das Auto zurück auf die rechte Spur. Der 5er zögert, wird langsam. Ich frage: "Das Auto weiß gerade nicht, wie es sich verhalten soll, oder?" 
Aeberhard: "Ja, das Ansteuern von Verkehrslücken ist eine ziemlich komplexe Situation."

Mir fährt das Auto insgesamt zu zögerlich: "Sind andere genervt von Ihrer Fahrweise?"
Aeberhard:
"Es gibt Situationen, auf die wir Antworten finden müssen. Zum Beispiel hält sich unser Fahrzeug penibel an Tempolimits. Andere tun das nicht, was manchmal Risiken beinhaltet."

"Und was passiert, wenn das System gänzlich überfordert ist?"
Aeberhard:
"Wenn das Auto in eine Situation gerät, in der es die Fahraufgabe an den Fahrer zurückgeben muss, muss das System noch zehn Sekunden die Situation beherrschen. Wenn der Fahrer nicht rechtzeitig übernimmt, muss das Auto einen Nothalt auf dem Standstreifen durchführen."

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