DruckenPDF

Sekundenschlaf am Steuer

19.07.2016

Schlaf

Gefährlich: Ein Nickerchen am Steuer, wenn der Wagen nicht steht.

Die unterschätzte Gefahr: Sekundenschlaf im Auto. Vor allem bei langen Urlaubsreisen im Sommer sollten Autofahrer auf genügend Pausen achten. Unsere Tipps für eine sichere und entspannte Fahrt.


Schläft ein Autofahrer bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h für lediglich zwei Sekunden lang ein, legt sein Wagen in dieser Zeit ganze 56 Meter unkontrolliert zurück. Dennoch unterschätzen nach unseren Erkenntnissen viele Autofahrer Müdigkeit am Steuer. Dabei verlängert sie die Reaktionszeit und schränkt die Konzentration ähnlich stark ein wie Alkohol.


Eine große Rolle spielt dabei die innere Uhr. Zwischen zwei und fünf Uhr morgens sowie am Nachmittag gegen 14 Uhr befindet sich der Mensch in einem biologischen Tief. In der Nacht in den Urlaub aufzubrechen, um den großen Staus zu entgehen, kann daher auf Kosten der Sicherheit gehen. Aber auch außerhalb dieser Zeiten können Autofahrer unter Müdigkeit leiden -  vor allem dann, wenn sich die Strecke zieht.


Auf die Warnzeichen hören!

Wir empfehlen, sich selbst genau zu beobachten, um nicht vom plötzlichen Sekundenschlaf überrascht zu werden. Das sind die akuten Warnzeichen: 

  • häufiges Gähnen
  • plötzliches Frösteln 
  • starkes Bewegungsbedürfnis
  • Fahrer können die Spur schwer halten oder haben das Gefühl, die Straße würde sich verengen
  • keine Erinnerung an die letzten Kilometer

Bei zufallenden Augen, plötzlichem Erschrecken und ruckartigen, unwillkürlichen Kopfbewegungen war der Betroffene bereits im Sekundenschlaf.


Unterstützung durch Assistenzsysteme

Assistenzsysteme können auf ein verändertes Fahrverhalten hinweisen und so vor einer Gefahr warnen. Doch Spurhalteassistenten und Auffahrwarnsysteme haben nur eine unterstützende Funktion und können einen Einschlafunfall nicht verhindern. Jeder Autofahrer muss sicherstellen, sein Fahrzeug jederzeit beherrschen zu können. 


Vor allem für die Fahrt in den Urlaub ist daher gute Planung nötig. Der Fahrer sollte ausgeschlafen sein. Wir empfehlen, alle zwei Stunden eine Pause einzulegen und sich an der frischen Luft zu bewegen. Wer müde ist, kann ein Nickerchen zwischen 10 und 20 Minuten Länge machen. Wer noch mehrere hundert Kilometer vor sich hat, sollte zudem eine außerplanmäßige Übernachtung einlegen.



Hinweis


War dieser Artikel für Sie hilfreich?
245 von 247 Nutzern fanden diesen Artikel hilfreich

Zwei Klicks für mehr Datenschutz
Bitte aktivieren Sie die Buttons, bevor Sie Ihre Empfehlung an Facebook, Twitter oder Google+ senden.
Hinweis: Durch Aktivieren der Buttons werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google+ ins Ausland übertragen.
Details zum Datenschutz bei Nutzung der Gefällt-Mir-Buttons

– Reise & Freizeit –

Ihre Route in ADAC Maps

Ermitteln Sie Tankstellen und Raststätten entlang Ihrer Route oder zu Ihrem Reiseziel mit vielen nützlichen Informationen. Mehr




Ihr Kontakt zum ADAC: Hilfe, Rat und Schutz für Ihre Mobilität