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1,3 Millionen Rückrufe im Jahr 2016

29.03.2017

Werkstatt

Lästig für Autobesitzer: Wenn das Fahrzeug wegen eines Mangels zurück in die Werkstatt gerufen wird.

Unsere Bilanz zeigt: 2016 wurden 1,3 Millionen Fahrzeuge zurück in die Werkstätten gerufen. Meist waren fehlerhafte Airbags und Gurtstraffer der Grund dafür.


Rückrufe sind lästig für den Verbraucher und ihre Ursachen sind häufig lebensgefährlich. Die ADAC Rückrufbilanz für 2016 listet fehlerhafte Airbags und nicht funktionierende Gurtstraffer als Hauptgründe für Rückrufe auf. Sie machten mit 56 Prozent den Löwenanteil unter den 1,3 Millionen Rückrufen aus. Am zweithäufigsten traten Probleme mit Fenstern, Türen und der Karosserie auf (14 Prozent). Platz drei belegen Fehler bei der Wegfahrsperre und der Zündung (7 Prozent).


Rückrufe nach Baugruppen

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Dass es 2016 mehr und schneller initiierte offizielle Rückrufe als im Vorjahr gab, zeigt die gestiegene Sensibilität der Hersteller. Abzulesen ist diese positive Tendenz auch an einem niedrigeren Durchschnittsalter (rund ein Jahr) der zurückgerufenen Fahrzeuge. Die steigende Rückrufzahl zeigt aber auch, dass Hersteller zu wenig Qualitätssicherung vor einem Produktionsstart leisten. Die größere Modellvielfalt treibt die Fehlerrate wegen des Zeitdrucks in die Höhe.


"Dass Verbraucher dabei zunehmend als reale Tester ausgenutzt werden, sehen wir äußerst kritisch", erklärt Thomas Burkhardt, ADAC Vizepräsident für Technik. "Die Automobilhersteller sollten ihrer Pflicht zur Produktbeobachtung nachkommen, etwaige Feldprobleme zügig und vollständig beseitigen und transparent veröffentlichen."


Hilfreiche Informationen in der ADAC Rückrufdatenbank


Dem Käufer eines Gebrauchtwagens liefert die ADAC Rückrufdatenbank hilfreiche Informationen über die Art und Zahl etwaiger Rückrufe den Wunsch-Pkw betreffend. Kann der Händler nicht zweifelsfrei belegen, dass alle Rückrufe absolviert wurden, bleibt dem Käufer nur die Möglichkeit, anhand der Fahrzeugidentnummer (FIN) bei einem Vertragshändler um einen Abgleich zu bitten. 


Denn wenn die FIN beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) gesperrt wurde, weil der Rückruf schon länger zurückliegt, ist die Ummeldung erst nach Beseitigung des Mangels möglich. Wir sehen als Ideallösung eine zentrale Rückrufdatenbank beim KBA an, die die FIN jedes Fahrzeugs mit Rückrufen verknüpft und allen Verbrauchern zugänglich ist.


Die ADAC Rückrufdatenbank besteht seit 1995. Ende 2016 veröffentlichte der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) eine Studie, in der er unser Informationsangebot zum Thema mit dem des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) vergleichen ließ. Das Ergebnis: Unser Angebot ist viel verbraucherfreundlicher.


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