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Tipps zum Reifenkauf

19.12.2016

Die Reifen sind das Bindeglied zwischen dem Auto und der Straße. Gerade bei schwierigen Wetterverhältnissen ist der Zustand der Pneus enorm wichtig. Daher sollten Sie beim Reifenkauf folgende Tipps beachten. 


Wenn Ihre Reifen älter als acht Jahre sind oder ihr Profil zu gering ist, dann sollten Sie sich neue anschaffen. Mit einem Profiltiefenmesser können Sie die Profiltiefe ganz einfach bestimmen. Bei Sommerreifen sollte das Profil mindestens drei Millimeter tief sein, bei Winterreifen mindestens vier Millimeter, auch wenn die gesetzliche Mindestprofiltiefe bei 1,6 mm liegt. Sonst wird's kritisch bei Nässe, Schnee oder Schneematsch. 

Schritt für Schritt zu neuen Reifen

Informieren Sie sich erst einmal online über geeignete Reifen für Ihr Fahrzeug. Unter www.adac.de/reifentest finden Sie alle wichtigen Infos und Testergebnisse zu den einzelnen Modellen.

Erkundigen Sie sich sowohl im Internet als auch bei lokalen Reifenhändlern nach den Preisen für ausgewählte Modelle. Hier erfahren Sie auch, was das Aufziehen auf die Felge, das Wuchten und die Radmontage kosten. Die Entsorgung der Altreifen müssen Sie zudem meist auch bezahlen.

Wenn nur ein oder zwei Reifen abgefahren oder kaputt sind, sollten Sie diese immer achsweise austauschen, also immer mindestens zwei Reifen erneuern. Wenn alle Reifen die vorgeschriebene Dimension haben, können Sie auch Modelle verschiedener Hersteller kombinieren. Wir empfehlen jedoch, bei einem Modell zu bleiben. Die Pneus mit dem besseren Profil müssen auf die Hinterachse, so wird das Auto stabilisiert. 

Welche Reifen sind die richtigen?

Wenn Sie sich nicht entscheiden können, ob Sie auf Breitreifen umrüsten wollen, dann machen Sie sich Folgendes bewusst: Diese sehen zwar besser aus und bieten mehr Grip auf trockener Fahrbahn, bei Nässe kommt es aber auch schneller zu Aquaplaning. Der Fahrkomfort wird beeinträchtigt und der Kraftstoffverbrauch kann steigen. Wenn die Sportlichkeit also nicht so im Vordergrund steht, ist eher die gängigste Reifendimension für Ihr Auto am besten.

Welche Reifen Sie überhaupt aufziehen dürfen, steht in der Zulassungsbescheinigung Teil II unter dem Punkt 15: Wie zum Beispiel 195/ 65R15 91H.

Die Aufschrift 195/65R15 91H bedeutet Folgendes: 
  • Die Zahl am Anfang bezeichnet die Reifenbreite in Millimetern. Unser Beispielreifen ist also 195 Millimeter breit.
  • /65 erläutert das Verhältnis von Höhe zu Breite des Reifenquerschnitts in Prozent. Ein /50 bedeutet, der Reifen ist halb so hoch wie breit.
  • R bezeichnet die Reifenbauart: R steht für radial, die heute übliche Reifenbauweise.
  • 15 bezeichnet den Felgendurchmesser in Zoll.
  • 91 ist die Kennzahl für die Belastbarkeit des Autoreifens. 91 steht für 615 Kilogramm.
  • An letzter Stelle steht das Geschwindigkeitssymbol, das die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Reifens angibt. H bedeutet eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h.
Bei Winterreifen, die mit einem M+S gekennzeichnet sind, darf der Geschwindigkeitsindex übrigens unter dem Wert für die Fahrzeughöchstgeschwindigkeit liegen. In diesem Fall muss ein Aufkleber im Fahrsichtfeld an die geringere Höchstgeschwindigkeit erinnern.

Wenn Sie ein neueres Auto haben, ist wahrscheinlich ein Reifendruckkontrollsystem installiert. Die Sensoren hierfür sitzen oft im Ventil der Felge.

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