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Rechtsfragen zu Alkohol am Steuer

Alkohol

Bier, Wein, Schnaps und Straßenverkehr passen nicht zusammen. Die ADAC Juristen beantworten Fragen zu den rechtlichen Folgen des Fahrens unter Alkoholeinfluss.


Ab 0,5 Promille werden 500 Euro Bußgeld fällig, ein Monat Fahrverbot verhängt und zwei Punkte in Flensburg eingetragen. Detaillierte Informationen zu Promillegrenzen finden Sie auf www.adac.de/alkohol. 


In der für Mitglieder kostenlosen Rechtsberatung des ADAC stellen Autofahrer häufig diese Fragen:


"Ich habe mit 1,3 Promille mit meinem Auto einen Unfall gebaut, wer zahlt den Schaden?"

Ihre Kfz-Haftpflicht kommt für den Schaden des Unfallgegners in voller Höhe auf. Aber die Versicherung nimmt Sie dafür in Regress. Das heißt: Sie holt sich bis zu 5000 Euro von Ihnen zurück. Und auf dem Schaden für Ihr eigenes Auto bleiben Sie in jedem Fall sitzen – da hilft auch eine Vollkasko-Versicherung nichts.

 

"Ich bin als Fahranfänger noch in der Probezeit und mit 0,2 Promille erwischt worden. Was passiert jetzt?"

Zunächst einmal verlängert sich die Probezeit für Ihre Fahrerlaubnis von zwei auf vier Jahre. Und Sie müssen ein spezielles Aufbauseminar bei einem Verkehrspsychologen besuchen. Dazu kommen 250 Euro Geldbuße und ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg.


"Ich bin zum zweiten Mal mit 0,5 Promille von der Polizei angehalten worden. Was droht mir?"

Wenn Ihr erster Verstoß zum Zeitpunkt der zweiten Alkoholfahrt noch nicht in Flensburg getilgt war, müssen Sie sich auf eine Geldbuße in Höhe von 1000 Euro und ein dreimonatiges Fahrverbot einstellen. Außerdem wird Ihr Konto mit weiteren zwei Punkten belastet. Schlimmer noch: Sie müssen auch zur medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU).


"Wann und wie bereite ich mich am besten auf eine MPU vor?" 

Warten Sie nicht bis zum Ende der Sperrfrist mit der Vorbereitung auf die MPU, sondern fangen Sie schnell damit an. Fallen Sie nicht auf windige Geschäftemacher rein, sondern wenden Sie sich an einen Verkehrspsychologen. Wer gut vorbereitet ist, hat gute Chancen, die MPU im ersten Anlauf zu schaffen.


"Muss ich bis zur MPU komplett auf Alkohol verzichten?"

Nicht jeder, der zur MPU muss, braucht den Nachweis, dass er abstinent, also völlig ohne Alkohol, lebt. Klären Sie gemeinsam mit einem Verkehrspsychologen, ob Sie einen solchen Nachweis erbringen müssen, um die MPU zu bestehen.


"Gestern Abend bin ich auf dem Fahrrad mit 1,6 Promille gestoppt worden. Muss ich auch als Radfahrer zur MPU?"

Egal, ob Sie schwankend gefahren sind oder nicht: Jeder Fahrzeugführer, der mit 1,6 Promille erwischt wird, begeht eine Straftat. Neben einer Geldstrafe von 20 bis 30 Tagessätzen und zwei Punkten müssen Sie zur MPU. Wer durchfällt, verliert den Führerschein.


(Stand 29.2.2016)


Für ADAC Mitglieder kostenlos


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