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Geh- oder Radweg nutzen?

22.07.2016

inliner

Auch für die Nutzung von Radwegen gibt es einige Regeln.

Inlineskater, Tretroller, Fahrräder, Mofas, Fußgänger: Wer nutzt wann den Geh- oder Radweg? Die wichtigsten Regeln.

  • Alle Verkehrsteilnehmer mit besonderen Fortbewegungsmitteln - wie Tretroller und Inlineskates - zählen rechtlich wie Fußgänger. Sie müssen daher den Gehweg mit angepasster Geschwindigkeit nutzen. Fußgänger dürfen ein Fahrrad auf dem Gehweg schieben, soweit sie damit den Fußgängerverkehr nicht erheblich behindern. Gibt es keinen Gehweg, müssen Fußgänger mit Fahrrad am rechten Fahrbahnrand gehen.   

  • Radfahrer dürfen den Gehweg grundsätzlich nicht nutzen. Ausnahmen gelten bei Kindern: Bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen sie mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Radwege, Radfahrstreifen und Schutzstreifen dürfen sie erst ab dem vollendeten achten Lebensjahr nutzen, müssen sie aber nicht. Zwischen dem vollendeten achten und dem vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen sie auch Gehwege befahren. Das heißt, sie haben zwei Jahre lang die Wahl zwischen Gehweg, Fahrbahn und nicht benutzungspflichtigen Radwegen.  

  • Ausnahme dieser Regel: Das Radfahren auf Gehwegen kann mit dem Zusatzzeichen "Radfahrer frei" zugelassen sein. Radfahrer dürfen dann den Gehweg nutzen, müssen aber Rücksicht auf Fußgänger nehmen. Durch das Schild sind sie aber nicht verpflichtet, diesen Gehweg zu nutzen. Sie dürfen also auch auf der Fahrbahn fahren.  

  • Radfahrer müssen einen Radweg nutzen, wenn das ausdrücklich durch eines der drei blauen Radwegschilder gekennzeichnet ist. Die drei entscheidenden Schilder: weißes Fahrrad auf blauem Grund (Z 237), blaues Fahrradschild mit weißer Linie quer (Z 240) oder senkrecht (Z 241).  

  • Trennt eine weiße Linie senkrecht das Radwegschild (Z 241), dann müssen Radfahrer die eine Seite und Fußgänger die andere Seite des Weges nutzen. Ist das blaue Schild quer geteilt (Z 240), zeigt es einen gemeinsamen Geh- und Radweg an. Dann ist er - wie erwähnt - auch für Radfahrer Pflicht.  

  • Pedelecs mit Tretunterstützung bis 25 km/h gelten als Fahrräder und dürfen Radwege nutzen.

  • Mofas dürfen außerhalb geschlossener Ortschaften einen Radweg befahren, ohne dass das zusätzlich beschildert ist - innerorts nur dann, wenn es ein Zusatzschild erlaubt.

  • Für Radfahrer gilt ein Rechtsfahrgebot. Den Radweg auf der linken Seite dürfen sie nur benutzen, wenn das durch ein Schild zugelassen ist. Sonst müssen sie rechts auf der Fahrbahn fahren. Der Gehweg ist keine Alternative.  

  • Gassi fahren: Radfahrer dürfen grundsätzlich ihren Hund lose an der Leine führen. Sie dürfen ihn aber nicht an den Lenker binden, weil so die Unfallgefahr zu groß ist.

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