Bußgelder & Punkte: Das gilt in Flensburg

11.10.2016

Verkehrssuender

Wen die Polizei mit zu hohem Tempo blitzt, dem drohen Punkte in Flensburg.

Heute vor 60 Jahren beschloss der Bundestag die Einführung der sogenannten Verkehrssünderkartei in Flensburg. 2014 wurde das Punktesystem umfassend reformiert. Es soll der Verkehrserziehung dienen und Verkehrsverstöße minimieren. Wir haben für Sie das Wichtigste zum Thema Punkte in Flensburg zusammengefasst.


Nach der neuen Regelung, die seit 1. Mai 2014 gilt, dürfen Verkehrsteilnehmer maximal acht Punkte für Ordnungswidrigkeiten im Fahreignungsregister in Flensburg haben. Wer diese Anzahl erreicht, dem wird der Führerschein entzogen.


Seit der Reform bekommen Autofahrer dann Punkte in Flensburg, wenn sie eine Ordnungswidrigkeit begehen, die mit einer Geldbuße von über 60 Euro bestraft wird und die in einer entsprechenden Anlage des Kraftfahrtbundesamts (13 FeV) aufgeführt ist. Taten, die keine Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit haben, sind dort nicht aufgenommen.


Ein Beispiel:

  • Handy am Steuer: Der Fahrer wird mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt bestraft, weil sein Verhalten den Straßenverkehr gefährden kann.
  • Befahren der Umweltzone ohne Umweltplakette: Der Fahrer muss 80 Euro zahlen, erhält aber keinen Punkt, weil die Tat Personen oder den Straßenverkehr nicht gefährdet.


Die Punktevergabe erfolgt gestaffelt:

 

Punkte

Verstoß
1 PunktOrdnungswidrigkeit
2 Punktegrobe Ordnungswidrigkeit mit Regelfahrverbot
3 PunkteStraftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis 
   


Punkte abbauen

Durch Verjährung werden die Punkte gelöscht. Haben Sie eine Ordnungswidrigkeit begangen, die einen Punkt nach sich zieht, verjährt dieser nach zweieinhalb Jahren, Taten mit zwei Punkten werden nach fünf Jahren gelöscht und Straftaten mit drei Punkten nach zehn Jahren.

Bei bis zu fünf Punkten können Sie an einem freiwilligen Fahreignungsseminar teilnehmen und dadurch einen Punkt abbauen. Dies ist allerdings nur einmal in fünf Jahren möglich und kostet etwa 400 Euro pro Kurs. 


Kostenlose Auskunft

Jeder Verkehrsteilnehmer kann sein persönliches Punktekonto in Flensburg mittels eines Formulars und beigefügten persönlichen Unterlagen kostenlos abfragen. 

ADAC Verkehrsjurist Jost Kärger zieht Bilanz: "Die Konzentration auf die Eintragung von verkehrssicherheitsrelevanten Delikten hat sich bewährt. Seit der Umstellung 2014 konnte außerdem keine erhöhte Anzahl von Führerscheinentzügen verzeichnet werden – das wurde von vielen bei Inkrafttreten befürchtet."


Weitere Informationen finden Sie hier.


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