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Probefahrt mit Weltpremiere: SUV von Seat

08.07.2016

Seat_Ateca

Benannt nach einem kleinen Ort in Spanien: Der Ateca.

Der allererste SUV von Seat erinnert stark an den Konzernbruder Tiguan. Doch er wirkt trotzdem sehr eigenständig und ausgereift. Eine überraschend gute Probefahrt. 

Wissen Sie, wo Ateca liegt? Wahrscheinlich nicht. Der Ort befindet sich rund 220 Kilometer nordöstlich von Spaniens Hauptstadt Madrid in der Provinz Saragossa. Eigentlich ein unbedeutendes Nest, mit weniger als 2000 Einwohnern. Die einzige Sehenswürdigkeit dort: die Pfarrkirche. 

Und doch kommt die Kleinstadt zu unverhofften Ehren: Seats neuer SUV hört auf den Namen Ateca und folgt damit der Tradition der VW-Tochter, ihre Modelle nach spanischen Städten zu benennen. Die Bewohner Atecas dürften jedenfalls ab sofort mit stolz geschwellter Brust auf dem Marktplatz auf und ab flanieren. Denn Seats Erstversuch in Sachen SUV darf als gelungen gelten. 

Der Ateca erinnert stark an den VW Tiguan

Nicht nur optisch ähnelt der Ateca dem VW-Bruder, wo trotz markanter Seat-Nase an der Front der Konzernbruder Tiguan ganz offensichtlich Pate stand. Der Ateca sieht vielleicht sogar besser aus: Durch die 13 Zentimeter kürzere Karosserie wirkt der Seat sogar noch knackiger proportioniert als sein Wolfsburger Pendant. Auch die Technik des Ateca stammt zum Großteil von VW, Motoren oder Assistenzsysteme etwa. 

Eine Ausnahme: Der Spanier bekommt als Einstiegsbenziner einen 1,0-Liter-Dreizylindermotor mit 115 PS. Wie der mit dem SUV zurecht kommt, wird sich noch zeigen. Fahren konnten wir diese Version leider noch nicht. Dafür aber die nächste Leistungsstufe, den 150 PS starken 1.4 TSI, für den sich auch mehr Käufer erwärmen werden. 

Aufgeräumtes Cockpit, leicht bedienbar

Er schlägt sich sehr gut, sorgt für ausreichenden Fahrspaß und gibt sich überaus leise. Das passt gut, denn auch wenn sich Seat eigentlich Sportlichkeit auf die Fahne geschrieben hat, ist der Ateca eher auf Komfort und Langstreckentauglichkeit getrimmt. Dass er im Gegensatz zum Tiguan keine adaptive Fahrwerkseinstellung anbietet, dürfte bei dem gebotenen Federungskomfort niemanden stören. 

Auch das virtuelle Cockpit des Tiguan fehlt, bei dem die Instrumente auf einem Bildschirm dargestellt werden. Stattdessen lehnt sich die Instrumententafel des Ateca stark an die des kleineren Leon an, wirkt aufgeräumt und ist leicht zu bedienen.

Nichts zu mäkeln

Am Seat Ateca gibt es kaum etwas auszusetzen - außer der zu breiten C-Säule. Die Sitzposition passt, der Kofferraum ist mit 510 Liter Fassungsvermögen überaus groß und auch das Platzangebot auf der Rückbank ist tadellos, selbst wenn es etwas geringer als im Tiguan ausfällt und sich die Rückbank im Gegensatz zu der des VW nicht verschieben lässt. Doch irgendwo müssen rund 2800 Euro Preisunterschied zugunsten des Ateca schließlich herkommen. 

Nicht gespart haben die Spanier bei der Sicherheit. Sieben Airbags, Müdigkeitserkennung und ein automatisches Notbremssystem, das auch Fußgänger und Radfahrer erkennt, sind immer Serie. Weitere elektronische Helfer wie ein Stauassistent sind in den höheren Ausstattungsversionen verfügbar. 

Steigende SUV-Verkaufszahlen

So fällt es nicht schwer, dem Ateca eine glänzende Karriere zu prophezeien. Auch deshalb, weil das SUV-Segment an Beliebtheit weiter zunimmt: In den ersten Monaten des Jahres wurden allein in Deutschland rund 40 Prozent mehr SUV verkauft als im Vorjahr. Und vermutlich wird wohl auch im Ort Ateca die SUV-Dichte überproportional zunehmen.

Text: Jochen Wieler

Daten des Seat Ateca 1.4 TSI, laut Hersteller

  • Motor: 4-Zylinder-Turbobenziner
  • Hubraum: 1395 cm3
  • Leistung: 110 kW/150 PS
  • Drehmoment: 250 Nm bei 1500 U/min
  • Beschleunigung: 8,5 s auf 100 km/h
  • Spitzengeschwindigkeit: 201 km/h
  • Verbrauch: 5,3 l Super/100 km
  • CO2-Austoß: 124 g/km
  • Maße: Länge 4,36/Breite 1,84/Höhe 1,60 m
  • Kofferraumvolumen: 510 Liter
  • Preis: 24.700 Euro


Hier sehen Sie im Video, wie der Seat Ateca im ADAC Crashtest abgeschnitten hat.


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