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Test: Viele Parkhäuser sind mangelhaft



Der ADAC hat 60 Parkhäuser in 15 europäischen Großstädten im Rahmen des Verbraucherschutzprogramms EuroTest unter die Lupe genommen. Die Experten mussten immer wieder die Rote Karte ziehen, weil Parkplätze zu schmal, Einfahrten zu niedrig oder Rampen zu steil waren. 


Im Gesamtergebnis konnten sie kein einziges Mal die Note „sehr gut“ vergeben, elf Kandidaten fielen ganz durch. Hier finden Sie die ausführlichen Ergebnisse aller getesteten Parkhäuser.


In Deutschland wurde in Berlin, Frankfurt/Main und München getestet. Durchweg gute Noten gab es in Berlin. Frankfurt stellt mit der 2006 eröffneten und zentrumsnahen Tiefgarage Goetheplatz den deutschen Testsieger. Das Parkhaus punktet durch eine übersichtliche Gestaltung, stützenfreie Schrägaufstellung der Parkplätze, deutlich markierte Fußwege und ausreichend Sonderparkplätze. Außerdem gibt es Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Videoüberwachung sensibler Bereiche. 


München schnitt in Sachen Parken im deutschen Vergleich am schlechtesten ab. Das CarPark Cristal in der Schwanthalerstraße unweit des Hauptbahnhofs kassierte sogar ein „sehr mangelhaft“. Entscheidend für das schlechte Ergebnis waren die zu starke Neigung der Einfahrtrampe von mehr als 15 Prozent und die zu niedrige Einfahrthöhe von nur 1,85 Metern. Fahrbahnbeschichtung und -markierung waren schadhaft. Außerdem gab es keine Sonderparkplätze für Behinderte oder Familien.


Die deutschen Städte im Überblick:


Berlin
Parkhaus am Zoo
gut
DomAquarée
gut
KaDeWe, P1
gut
Kulturbrauerei
ausreichend


Frankfurt
Goetheplatz
gut
OpernTurm
ausreichend
Hauptwache
ausreichend
Moselstraße
mangelhaft


München
Schranne
ausreichend
Isarparkhaus
ausreichend
Hbf Süd
mangelhaft
CarPark Cristal
sehr mangelhaft


Europäischer Testverlierer ist die bereits 1985 erbaute Tiefgarage Technische Universität in der Operngasse in Wien. Ausschlaggebend für das „sehr mangelhaft“ waren unübersichtliche Parkebenen, steile Ein- und Ausfahrtrampen, scharfkantige, breite Wände, die den Nutzern die Sicht versperren, verbogene Blechbeschläge an den Bordsteinen der Rampen, fehlende Fußwege, Notrufe und Toiletten. In einer besonders engen 180-Grad-Kurve an der Ausfahrtschranke mussten Autofahrer so oft rangieren, dass sich das Tor wieder schloss, bevor sie die Garage verlassen konnten. 


Europäischer Testsieger ist die architektonisch anspruchsvoll gestaltete Tiefgarage Opéra in der Züricher Schillerstraße. Sie erhielt ein „gut“.


Der ADAC fordert die Betreiber von Parkgaragen dazu auf, die Parkplätze auf mindestens 2,50 Meter zu verbreitern und bei Neubauten eine Einfahrtshöhe von mindestens zwei Metern einzuhalten sowie die Neigung der Rampen nicht steiler als 15 Prozent zu gestalten. Auf der Dringlichkeitsliste ganz vorn: helles Licht in allen Bereichen. Außerdem helle Gestaltung von Decken, Wänden und Böden, ein durchgehendes Leitsystem als Hilfe bei der Parkplatzsuche, eine klar verständliche Wegeführung und Videoüberwachung für die persönliche Sicherheit der Nutzer.



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