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Polizeieinsatz wegen "Notruf"

Hilfe

Schlager sind nicht jedermanns Sache. Dass ein Notruf wegen unterschiedlichem Musikgeschmack nach hinten losgehen kann, erfuhr ein 15-jähriger Junge in Rheinland-Pfalz.

 

Der Schüler fuhr mit seinem Vater im Auto auf der A6 in der Nähe von Kaiserslautern. Im Radio lief Schlagermusik. Weil der Sohn keine Schlager hören wollte, hielt er während der Fahrt einen Zettel mit der Aufschrift "Hilfe" an die Fensterscheibe. Eine besorgte Autofahrerin wurde darauf aufmerksam und alarmierte per Notruf die Polizei.

Die Polizei gab nach einem Besuch der Familie in Enkenbach-Alsenborn schnell Entwarnung. Die Beamten führten mit dem Teenager ein belehrendes Gespräch. Er sei sich über die Tragweite seines Juxes nicht bewusst gewesen.

Notruf nur im echten Notfall

Doch es muss nicht immer so glimpflich ausgehen: Der Missbrauch eines Notrufes kann teuer werden, so die ADAC Juristen. Es ist nicht auszuschließen, dass der Täter für die Kosten in Anspruch genommen wird.

Gemäß § 145 Abs. 1 StGB wird diejenige Person mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bestraft, die absichtlich oder wissentlich Notrufe oder Notzeichen missbraucht oder vortäuscht. So soll sichergestellt werden, dass die Allgemeinheit vor Missbrauch bewahrt wird und fremde Hilfe nur in Anspruch genommen wird, wenn sie wirklich erforderlich ist.



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