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Motoröl: Die zehn wichtigsten Fragen

Gutes Öl ist gesund – das gilt auch fürs Auto. Doch kaum ein Autofahrer beschäftigt sich mit dem Thema Motoröl. Dabei ist der Schmierstoff so wichtig. 



1. Welche Aufgaben hat das Motoröl?

Das Öl reduziert die Reibung im Motor und damit den Verschleiß. Bei Kälte sollte es so dünnflüssig wie möglich sein, damit der Anlasser den Motor leichter starten kann und das Öl schnell an alle Stellen kommt. Es muss aber auch hohen Temperaturen standhalten, die Kolben kühlen, vor Korrosion schützen und den Motor von Verbrennungsrückständen und Abrieb reinigen.

 

2. Wozu dient die Öldruckleuchte?

Wenn die Kontrollleuchte für den Öldruck leuchtet, ist es fast schon zu spät: Dann ist kaum noch Schmiermittel vorhanden oder schlicht die Ölpumpe defekt – ein Motorschaden droht. Sofort anhalten und den Motor abstellen!

 

3. Welches Öl sollte man verwenden?

Grundsätzlich nur das vom Autohersteller freigegebene (siehe Bedienungsanleitung). Manche Hersteller haben neben den allgemeinen Spezifikationen noch eigene Ansprüche definiert, z.B. Fiat ("9.55535 D2"), Ford ("WSS-M2C913-C") oder Mercedes ("MB 229.3"). Diese Angaben finden sich auf der Ölflasche. Welches Öl aktuell eingefüllt ist, verrät ein Aufkleber oder Anhänger im Motorraum.

 

4. Was ist besser: Mineral- oder Synthetiköl?

Beide werden aus Erdöl gewonnen. Die Herstellung von Synthetikölen ist teurer, dafür können bei ihnen die Additive, die der Produzent für leichteren Kaltstart und weniger Verschleiß zugibt, besser wirken. Vollsynthetiköl verträgt auch höhere Belastungen und Temperaturen, eignet sich so besser für Hochleistungsmotoren.

 

5. Was sind Leichtlauf- und Longlife-Öle?

Weil Leichtlauf-Öle "dünnflüssiger" sind, verringern sie die Reibung – dadurch sinkt der Verbrauch. ADAC Tests haben ergeben, dass sich damit auf Kurzstrecken bis zu sechs Prozent, auf Landstraßen bis vier Prozent und auf der Autobahn bis zu zwei Prozent Kraftstoff sparen lassen. Longlife-Öle zählen ebenfalls zu den Leichtlauf-Schmierstoffen. Sie verschleißen weniger schnell und sind bei Fahrzeugen mit besonders langen Service-Intervallen von bis zu 50.000 Kilometern zwingend vorgeschrieben.

 

6. Was bedeutet "SAE 5-W-40" auf der Flasche?

Die SAE-Formel gibt die Zähflüssigkeit des Öls an. Je kleiner z.B. die Zahl vor dem "W" ist, umso kältetauglicher ist das Öl. Welche SAE Ihr Fahrzeug benötigt, steht in der Bedienungsanleitung.

 

7. Sind Motoröle mischbar?

Grundsätzlich ja, doch die Eigenschaften des Gemischs fallen auf das Niveau des schlechteren Öls oder darunter. Nehmen Sie deshalb besser die gleiche Qualität. Und: Mischen Sie niemals Öle für unterschiedliche Motorkonzepte, also z.B. für Diesel-und Otto-, Viertakt-und Zweitaktmotoren.

 

8. Was ist eine Ölverdünnung?

Wenn der Ölstand steigt, spricht man von Ölverdünnung. Das Phänomen tritt häufig bei Dieselfahrzeugen im Kurzstreckenbetrieb auf. Ursache ist extra eingespritzter Kraftstoff, der zum automatischen Reinigen des Rußfilters benötigt wird. Verdünntes Öl schmiert aber schlechter: Der Verschleiß steigt und damit die Gefahr von Schäden.

 

9. Sind Ölzusätze sinnvoll?

Nein. Da universelle Zusätze nicht auf das spezifische Öl abgestimmt sind, können sie eher schaden als nützen und z.B. einen Anstieg der Schadstoffemissionen bewirken. Sämtliche Fahrzeughersteller lehnen daher Ölzusätze strikt ab.

 

10. Wie viel Ölverbrauch ist normal?

Ältere Motoren können schon mal bis zu 0,5 Liter auf 1000 Kilometer verbrauchen. Moderne Motoren verbrennen allerdings erheblich weniger.

 

Text: Jochen Wieler


Weitere Informationen zum Thema finden sich unter www.adac.de/motoroel


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