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ADAC Tipps: Medikamente auf Reisen

02.08.2016

Medikamente

Um Ärger zu vermeiden, empfehlen wir, bei heiklen Medikamenten eine ärztliche Bescheinigung mitzunehmen.

Wer in seinem Alltag auf Medikamente angewiesen ist, sollte bei der Reisevorbereitung einige Regeln beachten. In Notfällen bieten wir einen internationalen Medikamentenversand an. 


Beim Kofferpacken gilt: Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte diese in ausreichender Menge mit in den Urlaub nehmen. Vor allem in vielen außereuropäischen Ländern sind bestimmte Arzneimittel nicht erhältlich oder es gibt sie nur in anderer Zusammensetzung und Dosierung als in Deutschland. 


Unser Ambulanzdienst weiß aus Erfahrung, dass es deswegen häufig zu gefährlichen Notsituationen kommt. In solchen Fällen bieten wir einen weltweiten Medikamentenversand an. Die Kosten für die Organisation und den Transport der Medikamente übernehmen wir für die Betroffenen im Rahmen ihrer ADAC Plus-Mitgliedschaft.


Richtig transportieren

Wer per Flugzeug verreist, sollte seine Medikamente auf Hand- und Reisegepäck aufteilen. Bei Verlust eines Gepäckstücks kann der Urlauber so noch auf seine Medizin zurückgreifen. Autoreisende sollten Arzneimittel nicht im Handschuhfach oder auf Hutablagen transportieren, da es dort sehr heiß werden kann.


Für Diabetiker ist es ratsam, sich vorab über die Qualität der medizinischen Versorgung in der Urlaubsregion zu informieren. Medikamente sollten unbedingt in doppelter Menge mitgenommen werden. Ein internationaler Diabetikerausweis gehört ebenfalls ins Reisegepäck. Er ist in verschiedenen Sprachen verfügbar und gibt zum Beispiel an, mit welchen Medikamenten die Behandlung erfolgt.


Bei heiklen Medikamenten, wie starken Schmerz- und Beruhigungsmitteln, sollte vor Reisebeginn geklärt werden, ob sie ins Urlaubsland eingeführt werden dürfen. Wir empfehlen Reisenden, sich vorab vom Hausarzt ein Attest in englischer Sprache ausstellen zu lassen. Darin steht, warum und in welcher Dosierung die Mittel einzunehmen sind. Daneben können sich Urlauber bei der Botschaft des jeweiligen Landes informieren, ob es für ihre Medikamente besondere Bestimmungen gibt.


Kleine Helfer: Unsere App sowie Reisecheckliste

Bei Fernreisen raten wir dazu, wegen möglicher Impfungen rechtzeitig einen Arzt für Reise- und Tropenmedizin zu konsultieren und sich eine individuelle Reiseapotheke zusammenzustellen. Weitere Informationen zur Reisevorbereitung gibt es unter www.adac.de/reisecheckliste.


Bei Notfällen im Urlaubsland hilft die "ADAC Auslandshelfer App" mit länderspezifischen Informationen und einer Suchfunktion für Ärzte und Krankenhäuser in den Hauptreiseländern weiter. Eine kostenlose individuelle telefonische Beratung bekommen Mitglieder über den ADAC-Ambulanz-Informationsservice unter 089/76 76 77.


Generell ist zu beachten, dass die Verkehrstüchtigkeit eingeschränkt sein kann, wenn ein Fahrzeugführer Medikamente einnehmen muss. Informationen gibt es dazu unter www.adac.de/medikamente und für Diabetiker unter www.adac.de/diabetes.


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