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Spritpreise an Markentankstellen

Tanken ist im Tagesverlauf in aller Regel am frühen Abend am günstigsten, das dürften die meisten Autofahrer mittlerweile wissen. Eine aktuelle ADAC-Untersuchung zeigt, worin sich die Preisgestaltung an den Zapfsäulen der fünf großen Markenanbieter Shell, Aral, Esso, Total und Jet unterscheidet und welchen Nutzen die Autofahrer daraus ziehen können.



Die nächtlichen Preisaufschläge unterscheiden sich sowohl hinsichtlich des Zeitpunktes der Erhöhung als auch auch in ihrem Umfang ganz erheblich. Während Aral und Shell bereits um 20 Uhr wieder mit der Preisanhebung beginnen, kann man bei Total (bis 22 Uhr) und vor allem bei Jet (bis 23 Uhr) noch deutlich länger günstig tanken. Die größten Preisdifferenzen zwischen den Marken bestehen spätabends: So liegt etwa um 22.30 Uhr der durchschnittliche Preis von Shell-Benzin um mehr als 15 Cent über dem von Jet. Bei Diesel beträgt der Unterschied zwischen beiden Marken zu diesem Zeitpunkt sogar 16 Cent. 


Die ADAC-Analyse zeigt weiter, dass Jet nachts im Schnitt maximal 8,8 Cent für Super E10 und 8,5 Cent für Diesel mehr verlangt als zum billigsten Zeitpunkt des Tages. Wesentlich größer ist die Spanne bei Shell: Zwischen dem Tageshöchststand und der günstigsten Tankphase beträgt der Unterschied bei Shell-Benzin 14 Cent und bei Diesel 14,6 Cent. Bei Esso-Kraftstoffen beläuft sich die Differenz auf rund 13 Cent. 


Auch die Durchschnittspreise der fünf Marken weichen erheblich voneinander ab. In der Ganztagesbetrachtung liegt der Mittelpreis von Shell-Kraftstoff um rund fünf Cent höher als der von Jet, Aral liegt nur knapp unter Shell. Die Abweichungen resultieren auch aus der unterschiedlichen Größe und der unterschiedlichen räumlichen Verteilung der Tankstellennetze. So befinden sich Jet-Stationen oft an innerstädtischen, wettbewerbsintensiven Standorten mit hohem Absatz – in solchen Lagen kostet der Sprit auch bei den Konkurrenten meist nur einen Cent mehr. Besonders die früher am Abend erfolgenden und teils deutlich höheren nächtlichen Preisaufschläge der Mitbewerber tragen zu den voneinander abweichenden Durchschnittspreisen bei.


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(Klicken Sie auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht)


Wir empfehlen Autofahrern, das Wissen um die Preisunterschiede konsequent zu nutzen. Die Preiskurven verliefen im gesamten Untersuchungszeitraum sehr stabil und regelmäßig und bieten somit für die Verbraucher ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Kalkulierbarkeit. Unabhängig von den aktuellen Erkenntnissen raten wir grundsätzlich dazu, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen und stets den günstigsten Anbieter anzusteuern. Unterstützung beim Auffinden der preiswertesten Station bieten der Online-Preisvergleich unter www.adac.de/tanken und die kostenlose App "ADAC Spritpreise".


Für diese Untersuchung wurden alle Preisveränderungen in den Monaten März, April und Mai 2015 für Super E10 und Diesel auf Basis der amtlichen Daten der Markttransparenzstelle ausgewertet.


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