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Gelbe Luftretter noch öfter im Einsatz

Luftrettung

Die Hubschrauber-Crews der ADAC Luftrettung gGmbH haben im ersten Halbjahr 2015 bei 27.606 Einsätzen 24.750 Patienten geholfen. Das ist knapp ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die ADAC Luftrettung ist mit 50 Hubschraubern an 36 Stationen die größte zivile Luftrettungsorganisation in Deutschland. Im Jahr 2014 flogen die gelben Rettungshubschrauber 52.577 Einsätze.


Mehr Rettungseinsätze als im Vorjahreszeitraum verzeichneten beispielsweise die Stationen in Wolfenbüttel (plus 14 Prozent), Uelzen (plus 13 Prozent) und Bautzen (plus 12 Prozent). In der Reihenfolge der Bundesländer zeigt sich das gleiche Bild wie im Vorjahr: Bayern liegt mit 5933 Rettungseinsätzen vor Rheinland-Pfalz (3763) und Nordrhein-Westfalen (3400). 


Wie in den Jahren zuvor waren auch im ersten Halbjahr 2015 internistische Notfälle wie akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 50,6 Prozent die häufigsten Ursachen für eine Alarmierung der ADAC-Rettungshubschrauber; danach folgten neurologische Notfälle (12,3 Prozent) und Verkehrsunfälle (9,4 Prozent).


Rettungsleitstelle entscheidet


Die Anforderung der Rettungshubschrauber in Deutschland erfolgt über die europäische Notrufnummer 112, mit der man die jeweils zuständige Rettungsleitstelle erreicht. Dort entscheiden geschulte Disponenten nach dem jeweiligen Meldebild, welches Rettungsmittel am besten geeignet ist. Als Basis für die Entscheidung dient unter anderem der Indikationskatalog für den Notarzteinsatz.


Außer dem gesundheitlichen Zustand des Verunglückten oder Erkrankten wird beispielsweise auch berücksichtigt, ob der bodengebundene Rettungsdienst zur Verfügung steht. Ist der nächste Notarzt zu weit vom Patienten entfernt oder bereits in einem anderen Einsatz gebunden, wird der Rettungshubschrauber eingesetzt, wenn sich daraus ein Zeitvorteil ergibt. Gerade in ländlichen Gegenden dienen die ADAC-Rettungshubschrauber daher oft als schneller Notarztzubringer.


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