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Nachholbedarf bei EU-Autos



Viele europäische Autos könnten gerade in der Knautschzone noch sicherer sein. Vorausgesetzt, sie wären weniger steif gebaut. Das belegt der aktuelle ADAC Kompatibilitäts-Crashtest, bei dem die US-Version eines Honda Accord exzellente Sicherheitsmerkmale im Frontbereich unter Beweis gestellt hat.


Grund für das gute Abschneiden des Honda ist nach Ansicht der Tester ein spezieller „Schutzschild“, das im Fall eines Aufpralls die Wucht gleichmäßig über die Fahrzeugfront verteilt und damit sich selbst und auch den Unfallgegner vor schlimmeren Folgen bewahrt.  


Im Gegensatz dazu verzichten europäische Autobauer auf einen solchen Schutzschild und setzen stattdessen auf harte Frontkonstruktionen, die Aufprallenergie weniger gut abbauen können. Auch die Längsträger stellen Probleme dar: Wie Spieße können sich diese Träger bei einem Frontalaufprall in den Unfallgegner bohren. Im Test wurden diese Schwachstellen, die für viele in Europa erhältliche Pkw-Modelle charakteristisch sind, exemplarisch an einem Audi A4 nachgewiesen.


Der ADAC fordert angesichts der deutlichen Testergebnisse, dass auch europäische Pkw standardmäßig mit einem großflächigen Schutzschild ausgerüstet sein sollten, um die Sicherheit weiter zu erhöhen. Die Steifigkeit der Fahrzeugfronten sollte so angepasst werden, dass jedes Fahrzeug seinen Anteil der Aufprallwucht bei Kollisionen abbaut.  


Beim ADAC Kompatibilitäts-Crashtest wird untersucht, wie sich Unfallgegner bei einem Crash verhalten. Das Testen nach Kompatibilitätskriterien und die daraus resultierenden Folgerungen können die Autos auch in Europa in Zukunft noch sicherer machen. Nach Schätzungen der ADAC Unfallforschung können in einigen Jahren mehrere hundert Menschenleben pro Jahr gerettet und viele schwere Verletzungen verhindert werden.


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