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Der ADAC Kompatibilitätstest 2016

24.11.2016

Gute Knautschzonen eines Autos schonen den Unfallgegner und können Leben retten. Unser aktueller Crashtest zeigt jedoch: die Fahrzeugkonstruktionen weisen diesbezüglich Defizite auf.


Die Aufgabe der Knautschzone eines Fahrzeugs ist es Leben zu retten. Je höher die Geschwindigkeit ist, mit der zwei Pkw frontal aufeinanderprallen, und je größer der Massenunterschied der beiden Wagen, desto dramatischer wirken sich Defizite in der Konstruktion der Knautschzone aus. 

Wir haben in unserem aktuellen Crashtest untersucht, welche Folgen unterschiedlich konstruierte Fahrzeugfronten auf das Verletzungsrisiko der Insassen haben. Ergebnis: Eine partnerfreundlich konstruierte Knautschzone schont nicht nur den Unfallgegner, sondern entlastet auch den eigenen Fahrer.

Honda Civic gegen Smart Fortwo

Unsere Experten ließen einmal einen Honda Civic und einmal einen VW Golf gegen einen Smart Fortwo fahren. Die Fahrzeuge prallten mit jeweils 56 Stundenkilometer aufeinander, mit einer Überdeckung von 50 Prozent. 

Dabei zeigte sich: Beim Zusammenprall mit dem kleineren Smart verformte sich die Knautschzone des Civic und nahm dabei einen erheblichen Teil der Aufprallenergie auf. Zudem verteilte sich die Energie gleichmäßig in der relativ breiten Fahrzeugfront des Civic, was die Belastung am Smart verringerte. 

VW Golf gegen Smart Fortwo

Die Knautschzone des Golf hingegen ist wesentlich steifer als die des Civic und nahm daher beim Crash nur wenig Energie auf. Zudem wurde die Energie des Aufpralls wie bei einer Pistolenkugel auf eine kleine Oberfläche konzentriert. Der Längsträger des Golf bohrte sich durch den Frontbereich des Smart bis in dessen Fußraum und verletzte dort das linke Bein des Fahrerdummys erheblich. Und: Das Verletzungsrisiko des Golf-Fahrers war ebenfalls höher als das des Civic-Fahrers. 

Wir plädieren dafür, Pkw standardmäßig mit einem großflächigen Schutzschild auszurüsten, um die Sicherheit aller Insassen zu erhöhen. Auch sollte die Steifigkeit der Fahrzeugfronten so angepasst werden, dass jedes Fahrzeug seinen Anteil der Aufprallwucht abbaut. Nach Schätzungen der ADAC Unfallforschung könnten damit in Zukunft mehrere Hundert Menschenleben pro Jahr gerettet und viele schwere Verletzungen verhindert werden.

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