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ADAC: Klimaziele verteuern Autos nicht wesentlich

Bis 2020 sollen Autos im Durchschnitt nur noch 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Das will die EU. Aus einer neuen Studie wird nun zitiert, dieses Klimaziel verteuere den Kaufpreis eines Fahrzeugs um 2800 bis 3600 Euro. Der ADAC weist diese Behauptung zurück: Die Mehrkosten werden bei 250 bis 1650 Euro pro Auto liegen, ein Betrag, den die Kraftstoffeinsparung schnell ausgleicht.

 

Die gegenwärtige Aufregung verursacht eine Studie des Instituts für Kraftfahrzeuge (IKA), die das Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hat. Diese enthält die Behauptung, die EU-Vorgabe 95g/km CO2 erhöhe die Marktpreise für Autos um bis zu 3600 Euro. 


Nach Auffassung des ADAC ist das eine Irreführung der Verbraucher. Relevant sind nicht die Marktpreise, sondern wie stark durch neue Vorgaben die Herstellungskosten steigen. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, so Prof. Dr.-Ing. Reinhard Kolke, Leiter Test und Technik des ADAC, dass "in der Regel zwischen den für den Gesetzgeber relevanten Herstellungskosten und den genannten Marktpreisen der Faktor 4" liegt. Die Hersteller nützen die Einführung neuer Technologien, um ihre Gewinne zu maximieren.


Der ADAC hat umfassende Studien zur CO2-Reduktion analysiert. Diese ergeben Mehrkosten von 250 bis 1650 Euro pro Fahrzeug, wenn der CO2-Zielwert von 130 g/km auf 95 g/km gesenkt wird. Dem stehen durch größere Effizienz und Sparsamkeit Einsparungen bei den Kraftstoffkosten gegenüber, die eine Kompensation bereits nach 2 bis 3 Jahren erwarten lassen.



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