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Seiten-Crashtest für Kindersitze wird Pflicht

Kindersitze werden noch sicherer. Der ADAC hat sich mit seiner Forderung durchgesetzt, dass neue Modelle vor der Zulassung einen Seiten-Crashtest bestehen müssenAuch dürfen zukünftig Kinder bis 15 Monate nur noch entgegen der Fahrtrichtung im Auto sitzen.



Seit 14 Jahren gehört der Seiten-Crash beim jährlichen ADAC Kindersitztest zum Standard. Genauso lange fordert der Club, dass dieser Crashtest zwingende Voraussetzung für die Zulassung von Kindersitzen wird. Jetzt ist es endlich so weit: Rückwirkend zum 9. Juli 2013 tritt eine neue UN-ECE-Regelung in Kraft (ECE-R 129), nach der ein Kindersitz einen Seitenaufprall-Test bestehen muss, bevor er auf den Markt kommen darf. Damit konnte der ADAC einen weiteren wichtigen Sieg für den Verbraucherschutz in Europa erringen.


Die bisherige Regelung nach ECE-R 44 bleibt unverändert parallel bestehen. Eltern, die noch einen "alten" Kindersitz im Einsatz haben, können diesen weiter nutzen. 


Die Einführung der nach neuem Recht geprüften Sitze auf dem deutschen Markt wird noch dauern, da zuerst die Straßenverkehrsordnung an die neue UN-ECE Richtlinie angepasst werden muss. Außerdem gibt es derzeit noch keine Autos, in die die neuen Sitze eingebaut werden dürften, da es auch dazu einer Zulassung bedarf.


In Zukunft müssen Kinder bis zum Alter von 15 Monaten entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden. Diese Vorschrift gilt nur für Sitze mit der neuen Zulassung. Das rückwärtige Sitzen ist für kleine Kinder sicherer, weil so der empfindliche Nackenbereich beim Unfall besser geschützt ist. Bisher haben Eltern häufig zu früh einen vorwärtsgerichteten Sitz eingesetzt, weil manche Babys die aktuell geltende Gewichtsgrenze von neun Kilogramm bereits mit acht Monaten erreicht haben. 


Der passende Sitz wird anhand der Körpergröße ausgewählt. Der ADAC empfiehlt, vor dem Kauf eines Sitzes die Größe und das Gewicht des Kindes genau zu ermitteln.


Hier finden Sie alle bisherigen ADAC Kindersitztests (inkl. Seitenaufprall-Crashtest).


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