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ADAC: Stabiles Geschäftsjahr 2014

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Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e.V. in München blickt auf ein wirtschaftlich stabiles Geschäftsjahr 2014 zurück. Zum 31. Dezember 2014 gehörten dem Club 18,92 Mio. Mitglieder an. Das entspricht annähernd dem Stand des Vorjahres (minus 0,1 Prozent).


2014 erhöhten sich die Gesamterträge aus Mitgliederbeiträgen um 114,4 Mio. Euro auf 1,16 Mrd. Euro. Im Wesentlichen waren hierfür die Einführung neuer Mitgliedschaftsmodelle und die erste Beitragsanpassung seit zehn Jahren verantwortlich. 37 Prozent der Einnahmen (437 Mio. Euro) wurden satzungsgemäß an die 18 rechtlich eigenständigen Regionalclubs ausgeschüttet, beim ADAC e.V. verblieben Beitragseinnahmen in Höhe von 724,8 Mio. Euro (2013: 658,5 Mio. Euro). Nach Abzug der Prämien für Plus-Mitgliedschaft und Unterwegsschutz ergaben sich für den ADAC e.V. Mitgliederbeiträge in Höhe von 463,4 Millionen Euro (2013: 434,3 Mio. Euro). 


Mit 290,5 Mio. Euro (plus 21,3 Mio. Euro) floss der größte Teil (62,7 Prozent) dieser Mitgliederbeiträge in die ADAC Kernbereiche Pannen- und Unfallhilfe einschließlich Notrufzentralen. Für den Bereich Information (z.B. ADAC Motorwelt, ADAC TourSets, Karten, etc.) wurden 86,4 Mio. Euro ausgegeben (plus 6,9 Mio. Euro). Die Ausgaben für Mitgliederservice/Mitgliederbetreuung lagen bei 53,4 Millionen Euro (minus 8,2 Mio. Euro). Für den Sport bzw. dessen Förderung wurden 6,3 Mio. Euro verwendet (plus 0,5 Mio. Euro). Die Ausgaben für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit betrugen 25,6 Millionen (plus 11,1 Mio. Euro). Aus dem Mitgliederbereich ergab sich so ein positives Ergebnis von 1,2 Mio. Euro (2013: 3,7 Mio. Euro).


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Die Gesamterträge des ADAC e.V. lagen 2014 bei insgesamt 1,02 Mrd. Euro (2013: 949,7 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss des ADAC e.V. betrug rund 16,9 Mio. Euro (2013: 4,6 Mio. Euro). Darin enthalten ist eine Ausschüttung der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH (BuW) in Höhe von 16 Mio. Euro. Diese diente 2014 im Wesentlichen dazu, die Kosten des umfassenden Reformprogramms zur Neuausrichtung des ADAC abzudecken. Der ADAC hatte frühzeitig zugesagt, für die Bewältigung und Aufarbeitung der Vertrauenskrise keine Mitgliederbeiträge zu verwenden. Die Bilanzsumme des ADAC e.V. belief sich zum Jahresende 2014 auf 2,50 Mrd. Euro (2013: 2,34 Mrd. Euro). Das Eigenkapital betrug 1,08 Mrd. Euro (2013: 1,06 Mrd. Euro), was 56,99 Euro je ADAC-Mitglied entspricht.


3,94 Mio. Mal Pannenhilfe, 52.600 Hubschraubereinsätze


2014 leistete der ADAC e.V. rund 3,94 Mio. Pannenhilfen (Vorjahr 4,14 Mio.). 85,4 Prozent der Pannen konnten an Ort und Stelle behoben und den Autofahrern somit die Weiterreise ermöglicht werden. Die Hubschrauber der gemeinnützigen Tochtergesellschaft ADAC Luftrettung gGmbH starteten zu rund 52.600 Einsätzen (2013: rd. 51.000). Der ADAC Ambulanzdienst betreute weltweit fast 52.000 schwerer erkrankte oder verletzte Patienten (2013: rd. 53.300). Für etwa 13.500 (2013: rd. 14.000) von ihnen wurde ein Krankenrücktransport in die Heimat organisiert. 


Die seit 1981 in der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH zusammengefassten Tochtergesellschaften erzielten im Geschäftsjahr 2014 Gesamterträge von 1,12 Mrd. Euro (2013: 1,09 Mrd. Euro). Der Jahresüberschuss lag bei 104,5 Mio. Euro (119,2 Mio. Euro). Grund für den Rückgang: Im Vorjahr wurde eine Steuerrückstellung aufgelöst; dieser Effekt fehlte 2014. Die Bilanzsumme der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH lag zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs bei 1,87 Mrd. Euro (2013: 1,76 Mrd. Euro). Das Eigenkapital betrug 912,6 Mio. Euro (2013: 824,2 Mio. Euro). Wesentliche Beiträge zum Umsatz kamen aus den ADAC Versicherungen, die sich mit ihren Produkten erfolgreich am Markt behaupteten. 


Neben dem ADAC e.V. und der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH weisen auch die 18 rechtlich selbstständigen Regionalclubs für das Jahr 2014 von Wirtschaftsprüfern testierte Jahresabschlüsse aus. Die wichtigsten Kennzahlen sind unter www.adac.de/geschaeftsjahr abrufbar.


Stabile Entwicklung des Mitgliederbestands


Bei der Jahrespressekonferenz gab ADAC Präsident Dr. August Markl darüber hinaus bekannt, dass sich der Mitgliederbestand in den ersten Monaten des Jahres 2015 weiter stabil entwickelt. Am 31. Mai verzeichnete der Club 18.924.965 Mitglieder – 1.120 Mitglieder mehr als zu Jahresbeginn. Für den ADAC Präsidenten ein Zeichen, dass der Automobilclub mit der im vergangenen Jahr angestoßenen "Reform für Vertrauen" zur Neuausrichtung des ADAC auf dem richtigen Weg ist.


Mit der "Reform für Vertrauen" hat es sich der ADAC zur Aufgabe gemacht, bei den Mitgliedern, den Mitarbeitern und der Öffentlichkeit verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Schwerpunkt des Reformprogramms ist die klare strukturelle Trennung der wirtschaftlichen Aktivitäten von gesamtgesellschaftlichen und originären Vereinsaufgaben. Die neue dreiteilige Organisationsstruktur aus Idealverein (e.V.), gemeinnütziger Stiftung und nichtbörsennotierter Aktiengesellschaft (AG) soll ab 2016 umgesetzt werden.


Die Kennzahlen und weiterführende Informationen zum ADAC e.V., zur ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH, den 18 rechtlich eigenständigen ADAC Regionalclubs sowie zum gemeinnützigen Engagement des ADAC sind ebenfalls unter www.adac.de/geschaeftsjahr veröffentlicht.


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