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ADAC stellt sich gegen Pläne zur jährlichen Hauptuntersuchung

Noch immer geistert ein Phantom durch Brüssel: Die Pläne zur Verkürzung der TÜV-Fristen für ältere Fahrzeuge. Diesen zufolge sollen Kfz, die älter sind als sieben Jahre oder über 160.000 km Fahrleistung aufweisen, zukünftig einmal jährlich zur Hauptuntersuchung. Der ADAC lehnt diese Pläne strikt ab.


Aktuelle Unfallstatistiken belegen, dass technische Pannen in weniger als einem Prozent die Ursache für Unfälle sind – unabhängig von Alter und Laufleistung der Fahrzeuge. Dennoch wird im federführenden EU-Parlamentsausschuss am kommenden Donnerstag (Fronleichnam) über kürzere Fristen für die technische Hauptuntersuchung (HU) abgestimmt. Der ADAC positioniert sich klar gegen diese drohende Bevormundung aus Brüssel, die jeglicher fachlichen Logik und Sinnhaftigkeit entbehrt.


Die jährlichen Mehrkosten allein für die deutschen Autofahrer wären gigantisch: 630 Millionen Euro pro Jahr würde eine entsprechende Novelle vor allem in die Kassen der technischen Prüfdienste fließen lassen, die als einzige von einer entsprechenden Regelung profitieren. Nutzen für die Verkehrssicherheit: Null. Dieses eindeutige Ergebnis hat der ADAC in einer Studie mit der Verkehrsunfallforschung der Technischen Universität Dresden nachgewiesen: Im ersten und zweiten Jahr nach der Hauptuntersuchung verursachen Autos nahezu identisch viele Unfälle.



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