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Unfallstudie: So gefährlich ist der 1. Mai

Unfall
Neujahr? Freitag, der 13.? Von wegen! Der gefährlichste Tag des Jahres ist der 1. Mai. Eine Unfallstudie der Universität Witten/Herdecke untersucht die Gründe – und zeigt, dass Motorradfahrer besonders betroffen sind.

Mehr als 30.000 schwere Unfälle hat Professor Dr. Rolf Lefering analysiert. Das eindeutige Ergebnis der Universitätsstudie: Am 1. Mai werden mehr Menschen mit schweren Verletzungen in Kliniken eingeliefert als an jedem anderen Tag – und das mit großem Abstand. 

Die Daten stammen aus dem TraumaRegister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). In dem Register sind mehr als 150.000 Fälle von verunfallten Menschen mit schweren Verletzungen registriert.

Weihnachten vergleichsweise harmlos

Die zunächst naheliegende Vermutung, im Winter gäbe es besonders viele schwere Verkehrsunfälle, konnte die Studie nicht bestätigen. Zwar kracht es aufgrund glatter Straßen und schlechter Sicht häufig – meist kommen die Verkehrsteilnehmer aber mit einem Blechschaden davon.
 
Professor Dr. Lefering vermutet, Autofahrer wären zu dieser Zeit besonders vorsichtig, "weil man die Familie mit im Auto hat." Das statistische Risiko, am ersten Mai einen schweren Unfall zu haben, ist viermal höher als etwa an Weihnachten.

Tödliche Frühlingsgefühle 

Warum aber ist der 1. Mai so besonders gefährlich? "Das ist der Feiertag, an dem der Frühling viele Menschen nach draußen lockt", erklärt der Professor den Zusammenhang. Viele Fußgänger sind unterwegs, manche von ihnen haben Alkohol getrunken.
 
Eine ungute Kombination für die Motorradfahrer, die häufig in schwere Unfälle verwickelt sind: "Sie drehen dann wieder die ersten Runden nach dem Winter, oft in großen Gruppen, in denen jeder zeigen will, was er noch draufhat". 

Euphorie trifft mangelnde Fahrpraxis

Für viele Biker ist der Feiertag zudem der Zeitpunkt, ihre Zweiräder zum ersten Mal nach der Winterpause wieder anzuwerfen. Hintergrund sind die Saisonzulassungen, mit denen viele Motorradfahrer unterwegs sind.
 
Euphorie, Leichtsinn und mangelnde Fahrpraxis sorgen dann für die erschreckend hohen Zahlen an schweren Unfällen. Motorradfahrer sollten sich lieber langsam wieder mit dem Motorrad vertraut machen. Auch ein ADAC Fahrsicherheitstraining verbessert die Fahrfertigkeiten.

– Reise & Freizeit –

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