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Gebrauchtwagen richtig verkaufen

Markus_Sippl

Wer seinen Gebrauchtwagen loswerden möchte, sollte einiges beachten, damit er nicht unter Wert verkauft. Was genau, verrät Markus Sippl, Leiter der ADAC Fahrzeugtechnik. 


Wie finde ich heraus, wie viel mein Auto noch wert ist?

Markus Sippl: Am besten suchen Sie Ihr Fahrzeug unter www.adac.de/gebrauchtwagen. Nach Eingabe von Alter und Kilometerstand wird Ihnen der Händler-Verkaufspreis als Anhaltspunkt angezeigt. Alternativ gibt es die ADAC Gebrauchtwagen-App (für Android bei Google Play und für Apple-Geräte im iTunes Store), auf der Sie sich die gleichen Infos sowie Fahrzeugdaten auf Tablet oder Smartphone holen können.


Was sollte ich über mein Fahrzeug wissen?

Sie sollten sich über Schwachstellen informieren und diese gezielt beseitigen lassen. Dann lässt sich Ihr Wagen besser verkaufen. Infos finden Sie in unserer Pannenstatistik und im Mängelforum auf adac.de.


Lohnt es sich noch, Geld reinzustecken: für einen Check, eine Reparatur, den TÜV?

Bei einem gepflegten Gebrauchtwagen ist es sinnvoll, vor dem Verkauf Mängel zu beseitigen, einen Kundendienst durchzuführen und die Hauptuntersuchung zu erneuern. Kritische Käufer werden sich bevorzugt für solche Fahrzeuge entscheiden, weil sie dann mit weniger Problemen rechnen müssen.


Was ist das beste Alter für den Verkauf?

Für den Verkäufer ist es sicher der beste Zeitpunkt, wenn die ersten größeren Reparaturen anstehen. Wer gar keinen Ärger mit seinem Auto haben will, verkauft es bereits nach drei bis vier Jahren, muss aber wissen, dass er den höchsten Wertverlust hat. Denn der sinkt mit dem Alter. Das Durchschnittsalter von Gebrauchten auf dem Markt liegt bei rund sechs Jahren.


Spielt die Jahreszeit eine Rolle?

Generell lassen sich Gebrauchtwagen im Frühjahr am besten verkaufen. Fahrzeuge im Wert bis circa 3000 Euro kann man hingegen zum Winter hin gut verkaufen, da sich zu dieser Zeit einige Fahrzeughalter für ein Winterauto entscheiden.


Was ist besser: einen Festpreis oder eine Verhandlungsbasis anzugeben?

Eine Verhandlungsbasis ist den meisten Käufern lieber. Ein bisschen handeln will doch jeder. Wenn Sie aber eine genaue Preisvorstellung haben und darunter auf keinen Fall verkaufen wollen, sollten Sie einen Festpreis angeben.


Wie weit sollte man mit dem Preis heruntergehen?

Als Richtwert für die Untergrenze gilt: Händler-Verkaufspreis minus 15 Prozent.


Interview: Christof Henn


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